1. Die Geschichte der Maya Klein Ende


    Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... ihrer Feier...
    
    „Nice to meet you! Wow. Another tall, beautiful woman. That's fantastic. Excuse me, but I really have to go to the toilet!" Die Kanadierin winkte in Jennys Richtung. „I'll see you soon, then we'll talk."
    
    Jenny sah Maya verwirrt an. „Sag mal..., die hatte gerade Sex..."
    
    Maya seufzte. „Ganz sicher sogar."
    
    Die große Freundin sah der Kanadierin nach. „Und weiß sie, dass sie wie..."
    
    Maya lächelte. „Ich denke schon. Sie ist es."
    
    Sprachlosigkeit. Jenny sah sie erschrocken an und blickte zur Badtür hinüber. „Du willst mir nicht erzählen, dass die Jones auf deiner Geburtstagsparty ist und mit einem deiner Freunde..."
    
    Maya nahm Jenny bei ihrer Hand und zog sie mit sich in den Partyraum hinein. „Ich habe dir gar nichts erzählt. Komm, ich stelle dir ihren Bruder vor."
    
    Eine halbe Stunde später kamen Bernd und Lisa, um ihre kleine Tochter abzuholen. Die war völlig überdreht, zog ihre Eltern zu Jeane, welche natürlich ein paar herzliche Worte für die beiden übrig hatte. Sie drückte die verwirrt dreinblickenden Eltern und verabschiedete sich rührend von der little Magicmouse.
    
    Es wurde sieben Uhr in der Früh, bis Maya neben Sascha zum Schlafen kam. Die Vorstellung, dass sie bereits am Nachmittag wieder nach Köln fahren sollte, schwebte wie ein Damoklesschwert über ihr. Es würden wieder fünf harte Tage auf sie warten, aber das war es nicht allein, was ihr die Ruhe raubte. Can und Jeane! Sie hatten Sex gehabt! Nicht nur dass sie die Freunde dabei ...
    ... gehört hatte, nein, sie hatte auch deren Ejakulat und Sekret riechen können.
    
    Leider hatten beide ihr nicht gesagt, wie sie damit umzugehen hatte. Den Rest des Abends und darauffolgenden Morgens verhielten sie sich völlig normal, wie in den Stunden zuvor auch. Maya aber machte sich Sorgen. Can war niemand, der sich binden wollte und wenn das bei Jeane anders war, dann würde vielleicht auch ihre Freundschaft Schaden nehmen.
    
    Sie hatte mit Sascha auf dem Heimweg darüber gesprochen, welcher völlig verstört darauf reagiert hatte. Er wusste, dass Can kein Kostverächter war, aber dass er so skrupellos auf der Geburtstagsfeier seiner besten Freundin eine deren Freundinnen bumste, verstörte auch ihn.
    
    Dennoch! Die beiden waren erwachsen. Sascha riet Maya, sich da nicht einzumischen. Würde ihre Freundschaft zu Jeane durch dieses Techtelmechtel Schaden nehmen, dann war es keine Freundin. Um Can machte er sich da gar keine Sorgen. So wild er es auch trieb, er würde niemals freiwillig aus Mayas Leben verschwinden.
    
    „Maya?" Sie hatte zur Wand gerichtet geschlafen, als sie seine Stimme hörte. Es wunderte sie, dass er sie beim Namen nannte und keinen Kosenamen verwendete.
    
    „Ja?" Sie machte sich sofort Sorgen. Es schien ihn irgendetwas zu bewegen.
    
    „Können wir ein bisschen ficken?", hörte sie ihn vorsichtig fragen.
    
    Sie lachte, wandte sich zu ihm um, dann nickte sie. Was das betraf, hatten sie einander schwer vernachlässigt. Sie fühlte nicht nur seinen Druck, unter dem er stand, ...