1. Die Geschichte der Maya Klein Ende


    Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... den Messhelm geben. Dieser dient zur Bewertung Ihrer Wahrnehmungsleistung, was Riechen, Hören, Sehen und Tasten anbelangt. Seien Sie bitte ganz konzentriert, Frau Klein. Wir werden Sie so wenig wie möglich stören. Legen Sie bitte Ihre Hände auf diese Platte und heben Sie Ihre Finger, wenn Sie etwas zu fühlen glauben. Kälte, Wärme, Kribbeln, alles, was Sie als besonders empfinden. Geben Sie uns bitte akustisch Nachricht, wenn Sie etwas sehen, hören oder riechen. Beschreiben Sie die Erstwahrnehmung, gefolgt von dem Punkt, an dem Sie die Sinneswahrnehmung näher spezifizieren können."
    
    Weitere Erklärungen folgten, dann war Maya bereit. Über eine Stunde lang wurden ihr in einem im Helm integrierten Bildschirm Bilder eingeblendet, Geräusche eingespielt und Gerüche in die Nase gesetzt. Auch dieser Test machte ihr Spaß, auch wenn sie manchmal nicht genau einen Duft oder ein Geräusch zu beschreiben wusste.
    
    Nach dem Test sollte sich Maya in die Ausrüstungswerkstatt begeben und sich dort von einem jungen Beamten alles zeigen und erklären lassen. Luchs und Serverin wollten unterdessen mit den Technikern sprechen.
    
    Maya hatte nichts dagegen, fragte aber, ob sie den seltsamen Anzug wieder ausziehen durfte. Die Männer lachten. Niemand hatte an die halbe Tonne Gewicht gedacht, welche der jungen Frau nach wie vor angelastet war. So zog sie sich schnell um und trat ein paar Minuten später wieder aus der Kabine heraus.
    
    „Dann bis gleich, Frau Klein", meinte Herr Luchs und nickte dem ...
    ... Ausrüstungswart zu, welcher sich ihrer annehmen sollte.
    
    „Und?" Er blickte in die Runde der Ingenieure und Techniker, bezog aber auch Serverin mit ein.
    
    Rütger tauschte mit Stevens Blicke aus. „Ich möchte es so ausdrücken: Gäbe es von Frau Kleins Sorte ein ganzes Volk, würde dies den Menschen als führende Gattung ablösen. Ihre Leistungskraft ist unvorstellbar. Ihre optische Sinneswahrnehmung liegt um den Faktor 21 höher als bei einem Menschen mit 100 Prozent. Das Gehör um den Faktor 32, die Nase sogar um den Faktor 108. Herr Luchs, Sie haben uns erzählt, dass diese junge Frau eine Lernschwäche besitzt. Aber ich kann Ihnen sagen, dass ihr Gehirn unter Dauerstrom steht, um die ganzen Reize zu filtern und als relevant oder irrelevant einzustufen. Sie nutzt nämlich nur so viel davon, wie wir nutzen, aber unterbewusst wird sie mit Informationen regelrecht bombardiert. Dass sie dabei normal geblieben ist..., ein anderer Mensch wäre wahrscheinlich wahnsinnig geworden. Mit ihrem Tastsinn kann sie Mikrovibrationen fühlen. Sie hat immer wieder im Test den Finger gehoben, ohne dass wir ein Signal gesendet hatten. Mein Assistent hat herausgefunden, dass es sich um eine entfernte U-Bahn gehandelt hat, die vorbeigefahren ist. Es ist einfach unvorstellbar."
    
    Luchs sah die Männer eindringlich an. „Sie haben die Geheimhaltungsvereinbarung unterschrieben. Ich denke, Ihnen ist bewusst, dass Frau Klein auch für andere Nationen interessant sein könnte. Hier haben wir ernsthafte Befürchtungen. ...
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