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Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif
... dann auch noch zum Essen ein!", verkündete er stolz. „Ich würde mich freuen, wenn wir uns mal wieder treffen würden ..." Damit hatte ich nun nicht im Geringsten gerechnet und war völlig überrumpelt. Was sollte ich jetzt tun, ich, die mich bei ihm bedanken wollte?" „Wolfgang, emm ... ICH wollte mich bei DIR bedanken ...", sagte ich einigermaßen mit Nachdruck. „Papperlapapp ... kommt nicht infrage, junge Dame!", sagte er fröhlich, aber ganz bestimmt. „Dann ... äh ... darf ich dich ... eh mmh noch auf ein Glas Wein einladen? ... mmh bei mir ... zu Hause??" Der Anfang dieses Satzes war noch einigermaßen überlegt von mir formuliert worden, der zweite Teil dann nur noch herausgerutscht ... „Oh, wirklich? Das ist ja nett! Schöne Idee. Wohin soll ich uns fahren?" „Ich wohne quasi um die Ecke ...", sagte ich, „wir können zu Fuß gehen ..." Das taten wir dann auch gleich, standen einige Minuten später bei mir vor der Wohnung. „Dann komm mal mit rein ...", mir kam dieser Satz auf einmal so vertraut vor, was hatte ich bloß angestellt? Ich führte Wolfgang als Erstes ein wenig durch mein kleines Reich, zeigte ihm meine Küche, mein Bad, das kleine Wohnzimmer und deutete in Richtung des Schlafzimmers. „Nimm doch Platz, ich hole uns mal den Wein ...", sagte ich, wies auf mein kleines Sofa, ging rasch in die Küche, um den Wein, den ich zum Glück im Kühlschrank hatte, und zwei Gläser zu holen. Als ich zurück ins Wohnzimmer kam, saß Wolfgang nicht auf dem Sofa, sondern ...
... stand interessiert vor meinem Bücherregal und betrachtete interessiert, was sich dort befand. „Du hast einen interessanten und guten Geschmack, Susanne ... Meine Frau hat auch immer gerne gelesen und ich habe es geliebt, mit ihr über die Bücher zu sprechen, die sie oder manchmal wir beide gelesen haben ..." „Das tut mir leid, Wolfgang ...". Ich öffnete die Flasche, schenkte uns beiden ein. „Hier, bitte, Wolfgang, Prost, komm, lass uns anstoßen!" „Prost!" „Ich danke dir noch einmal ... für deinen Anruf ... für den schönen Abend! Danke!" „Oh gern, war ... nein, IST mir eine große Freude!" Wolfgang nahm mit einem Mal zwei, drei Bücher aus dem Regal und legte sie auf den Couchtisch vor dem Sofa, auf welchem wir nun Platz nahmen. Kurze Zeit später waren wir dann auch schon in ein Gespräch über diese Bücher vertieft. Einem ersten Glas Wein, folgte ein zweites, inzwischen hatten sich unsere Gespräche auch hin zu Kinofilmen verlagert, ich war ganz erstaunt, dass er auch über aktuelle Filme meiner französischen Lieblingsregisseure bestens im Bilde war. Nachdem wir dann über die so lebhafte und interessante Unterhaltung die ganze Flasche Wein geleert hatten, erhob sich Wolfgang. „Jetzt wird es aber Zeit zu gehen ...", sagte er, seufzte dabei ein wenig. Ich stand mit ihm auf, und als er sich schon auf den Weg zum Flur, zur Haustür machen wollte, trat ich ihm in den Weg, fasste ihn am Arm, legte ihm eine Hand auf die Brust und küsste ihn auf die Wange. „Danke, danke, Wolfgang, für ...