1. Anschluss unter dieser Nummer


    Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif

    ... riesigen Schwanz ficken, bis du ohnmächtig wirst ..." war dabei noch harmlos und zurückhaltend gewesen. Manche hatten auch nur gestöhnt und ich hatte dabei hektische Geräusche gehört, dann immer sofort aufgelegt und den Stecker hastig aus der Dose gezogen. Doch dieses Mal war es, wie damals bei Thomas, auch eine Stimme, die ein gewisses Vertrauen ausstrahlte, und es mir gelang, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, das am Ende wieder dazu führte, dass ich ihn, er sagte mir, dass er Wolfgang heißen würde, bat, sich mit einem Buch in ein Café zu setzen und dort auf mich zu warten. Sein Name und auch seine Stimme ließen mich vermuten, dass er etwas älter war. Wolfgang ließ sich auf dieses Abenteuer ein.
    
    Wieder war ich ziemlich aufgeregt, als ich mich erneut auf den Weg zu dem Café machte, um mit einem Mann ins Gespräch zu kommen, mit dem Ziel, herauszufinden, wo sich diese weitere Telefonzelle befand.
    
    Auf mich wartete eine ziemliche Überraschung: Wolfgang war nicht nur etwas älter, er war deutlich älter. In der „Vorstellungsrunde" erfuhr ich, dass er Mitte fünfzig und bereits Witwer war.
    
    Ganz hanseatisch sprachen wir uns mit Vornamen an, siezten uns aber dabei. Auch mit ihm kam es zu einem größeren Spaziergang, auf dem ich ihn mit den Details vertraut machte, die zu dieser Telefonzellenschmiererei geführt hatten. Er schimpfte wie ein Rohrspatz über meinen Ex, benutzte allerdings dabei keine Kraftausdrücke und wollte mich gleich zu der entsprechenden Telefonzelle ...
    ... führen.
    
    Auch mit ihm hatte ich mich hervorragend unterhalten, fand ihn ausgesprochen charmant, und nachdem er mir dabei zugesehen hatte, wie ich den Text ebenfalls unkenntlich machte, schlug ich ihm vor, ihn als Dank zum Essen in ein Restaurant einzuladen.
    
    Wolfgang nahm das erfreut an, was uns auch bald gemeinsam in ein Restaurant führte; in ein anderes als das, in dem ich mit Thomas nun bereits mehrfach gewesen war.
    
    Wir verbrachten einen interessanten Abend, unterhielten uns dabei viel über kulturelle Dinge, Wolfgang hatte das betreffende Buch vor dem Treffen bereits vollständig gelesen und sprach mit mir darüber, wollte wissen, ob ich mich mit der Hauptfigur identifizieren würde. Seine Frage brachte mich ein wenig in Verlegenheit, der Zeitpunkt, zu dem ich das Buch gelesen hatte, lag schon etwas zurück und über die ganzen Ereignisse der letzten Monate hatte ich die Handlung nicht mehr so ganz parat. Es stellte sich heraus, dass Wolfgang sich neben Literatur auch noch für Theater, Oper und Ballett interessierte. Zumindest für Ballett und Theater hatte ich mich gelegentlich auch erwärmen können. Nach den ganzen Gesprächen über so viele Themen bot mir Wolfgang dann schließlich sogar das Du an, was ich gleich annahm, ihm das Du auch anbot.
    
    Als es an das Bezahlen ging, blühte mir eine weitere Überraschung: Das hatte er bereits an mir vorbei erledigt. „Ich finde es so bedauerlich, was dir passiert ist ... Wir haben so nette Stunden zusammen verbracht, keinesfalls lädst du mich ...
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