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Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif
... war wie Wolfgang. Damals war ich sexuell recht unerfahren, etwas, was meinem damaligen Bekannten gefiel und er große Freude daran hatte, das rasch und ausgiebig zu ändern. Wenn ich ehrlich war, musste ich zugeben, dass er es gewesen war, der in mir die Freude am Sex initiiert hatte, etwas, von dem alle nachfolgenden Bekanntschaften, vor allem aber mein letzter Ex, sehr profitiert hatten. Vermutlich war es sein Frust darüber, dieses Vergnügen mit mir durch mein „Es ist aus" verloren zu haben, dass er sich zu diesen Schmierereien hatte hinreißen lassen. Wenn er nur wüsste, dass ich dadurch beileibe nicht nur den Ärger gehabt hatte, wie er es sich vermutlich genüsslich in seinen Vorstellungen ausgemalt hatte ... Wolfgang und ich fanden schnell in einen gemeinsamen Rhythmus. Er sah mich dabei permanent beglückt an, wie jemand, dem ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen war. Ich lächelte zurück, strich ihm über die Wangen, schickte ihm immer wieder einen Kuss durch die Luft. Eine wundervolle, sehr liebevolle Weile später, war es bei ihm so weit: Wolfgang kam stöhnend zum Höhepunkt, legte sich danach neben mich, streichelte mich zärtlich, sodass ich rasch zu einem weiteren Orgasmus kam. Zwischen uns war so schnell eine große Nähe, ja schon fast eine Vertrautheit entstanden, dass ich tatsächlich den Mut hatte, Wolfgang nach seiner verstorbenen Frau zu fragen. Vielleicht das merkwürdigste „nach-dem-Sex"-Thema ever. Er erzählte mir, dass seine Dorothea vor zwei Jahren an ...
... einer überraschenden Erkrankung verstorben wäre. Etwas später erfuhr ich dann auch, dass ich sein „erster Kontakt" danach war. Ich war sprachlos, worin war ich hier gerade hingeraten? Dann fiel sein Blick auf ein Buch, welches auf meinem Nachttisch lag, was sofort ein erneutes literarisches Gespräch eröffnete, was ich kaum minder ungewöhnlich für „danach" fand. Später liebten Wolfgang und ich uns ein weiteres Mal, lagen danach beide beglückt nebeneinander, bis Wolfgang sich erhob und wieder anzog. Ich tat es ihm nach, zog mir rasch zumindest mein Höschen an, dann tauschten wir noch ein paar letzte Küsse aus und er verabschiedete sich von mir, bedankte sich ein letztes Mal für diesen so besonderen Nachmittag und Abend. Nachdem sich meine Haustür hinter ihm geschlossen hatte, ging ich zurück ins Schlafzimmer, entsorgte die Überbleibsel unserer erotischen Aktivitäten, legte mich danach ins Bett, dann begann das Grübeln. Der Nachmittag und Abend mit ihm waren wunderbar gewesen, kein Zweifel, musste es unbedingt noch im Bett enden? Doch auch das war wunderschön gewesen ... Was würde ich jetzt mit Thomas machen? Unmöglich, ihm davon zu erzählen ... und, Wolfgang wollte mich wiedersehen ... sicher nicht nur für weitere kulturelle Gespräche ... der Sex mit beiden gefiel mir wesentlich besser als der mit Jürgen ... Was hatte ich mir da bloß eingebrockt ... „Es ist kompliziert ...", so wie heute manchmal Situationen zwischen einem Paar beschrieben werden, wenn jemand ...