1. Anschluss unter dieser Nummer


    Datum: 12.09.2026, Kategorien: Reif

    ... eine Affäre sucht und dabei andeutet, dass er oder sie „gebunden ist", so musste ich es auch bald über die neue Situation sagen, die für mich eingetreten war.
    
    Es war kompliziert geworden, aber im positiven Sinne. Ich befand mich im Fadenkreuz des Interesses von zwei Männern, die ich beide sehr sympathisch und liebenswert fand, mit denen ich jedes Mal, wenn wir uns trafen, mit großer Freude und Vergnügen ins Bett ging. Das hatte inzwischen Formen angenommen, dass ich nahezu jeden Tag, an dem ich nicht beruflich unterwegs war und in Hotels nächtigen musste, mit einem der beiden „verplant" war. War die Bezeichnung „positiver Stress" dafür zutreffend?, fragte ich mich, immer, wenn ich die Verabredungen mit ihnen koordinieren musste.
    
    Ich hatte mich also auf einen beziehungstechnischen Hochseilakt eingelassen, traf mich sowohl mit Thomas als neuerdings nun auch noch erneut mit Wolfgang. Oh Wunder, keines dieser Treffen fand statt, ohne dass wir uns nicht ausgiebig im Bett getummelt hatten.
    
    Erotisch gesehen war ich im Himmel. Schnell merkte ich, dass es einer guten Planung bedarf, damit ich nicht in Schwierigkeiten kam und einen der beiden, oder gar beide vor den Kopf stieß.
    
    Wolfgangs Kontaktaufnahme bestand aus einem handschriftlichen Brief, in dem er mich fragte, ob er mich wiedersehen dürfe, er würde mich gerne zu einem Theaterabend einladen.
    
    Er, ich, wir beide hatten Glück, es war ein Tag, an dem ich nicht in den Außendienst musste und ... Thomas war unterwegs ...
    ... ... Mit reichlich schlechtem Gewissen ihm gegenüber sagte ich Wolfgang zu, der sich darüber sehr freute.
    
    Für den Abend machte ich mich richtig schick, zog mir ein elegantes, festliches Kleid an, was ihm sehr gefiel, und er mich gleich mit zahlreichen Komplimenten bedachte. Vor dem Theater ging er mit mir ganz stilvoll essen. Das Theaterstück war toll, wir hatten gute Plätze, manchmal hielten wir im Dunkeln uns gegenseitig die Hand. Hinterher gingen wir zu mir. Wolfgang hatte große Freude daran, mir mein Kleid auszuziehen, ganz wie die schwarze, mit Spitze durchsetzte Wäsche, die ich mir extra für diesen Anlass gekauft hatte. Nachdem wir uns zweimal geliebt hatten, verließ Wolfgang mich wieder, inzwischen war es längst weit nach Mitternacht.
    
    Bei einem nächsten Besuch bei mir überraschte mich Wolfgang damit, dass er eine fotokopierte Übersicht von dem Bereich mitbrachte, in dem ich wohnte, in dem die öffentlichen Telefonzellen eingetragen waren. Es hatte sich dies von der Post besorgt. Wir suchten dann alle in dem Plan eingetragenen Zellen auf, konnten zum Glück aber keine weiteren Inschriften von meinem Ex finden. Wolfgang hatte mir damit eine Sorge abgenommen, wofür ich ihm sehr dankbar war.
    
    Thomas war eher der, der mich anrief, mit mir sprechen wollte, mich hören wollte. Wolfgang meldete sich zumeist per Brief, teilte immer wieder vielfältige Gedanken mit mir, lud mich zu weiteren Unternehmungen ein, die ich mal annehmen konnte, mal nicht, was für ihn, ohne dass er ...
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