1. Blanke Bewährung, Teil 3


    Datum: 15.09.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... passiert und du kannst es nicht ändern. Du musst die Situation jetzt akzeptieren und Beste daraus machen, auch wenn es verdammt schwer sein wird. Du schaust toll aus und brauchst dich nicht zu schämen. Sei selbstbewusst und alles wird gut. Du packst das!‘
    
    Danach putzt sie zunächst ihre Zähne und wäscht sich die Tränen und den Schlafsand aus den Augen, um dann mit ihren Haaren zu beginnen. Es dauert nicht lange, bis sie perfekt gewellt und braun glänzend bis zu ihren Schulterblättern reichen, wie es ein Friseur nicht besser hinbekommen würde. Gerade als sie beginnt, Make-up aufzutragen, kommt ihre Mutter ins Bad.
    
    „Du machst Dich heute aber richtig schick.“
    
    „Ich habe beschlossen, das Beste aus dieser beschissenen Situation zu machen. Wenn mich schon jeder sieht, dann soll ich zumindest auch gut aussehen.“
    
    „Sehr erwachsene Einstellung. Ich bin stolz auf dich“, sagt sie und gibt ihrer Tochter einen Kuss auf die Wange.
    
    Als sie im Bad fertig ist, wird auch ihre Mutter fertig und sie erkennt schockiert, dass es bereits 7:00 Uhr geschlagen hat. Irgendwie laufen die Uhren schneller, wenn man einen Moment herauszögern möchte. Sie zieht sich ihr blaues Armband an, geht mit ihrer Schultasche nach unten, richtet sich noch etwas zu Essen und sieht ihre Mutter, wie sie gerade die Haustür öffnet.
    
    „Komm Lilly, Papas Auto steht in der Garage. Meins steht in der Einfahrt.“
    
    Sie nimmt einen letzten tiefen Atemzug und folgt ihrer Mutter nach draußen. Es ist Ende April. Zu ...
    ... dieser Zeit ist es noch nicht ganz hell, aber auch nicht mehr zappenduster. Zudem soll es heute bis zu 25°C warm werden, aber um 7:00 Uhr ist es doch noch sehr frisch und Lilly spürt die kalte Luft sofort überall an ihrem Körper, noch dazu den kalten Boden unter ihren Fußsohlen. Im Auto angekommen lehnt sie sich zunächst einmal zurück, schließt die Augen und versucht, etwas herunterzukommen, aber bereits nach kurzer Zeit sieht sie ihre Mutter in die Straße ihrer Schule einbiegen. Nach ein paar hundert Metern kommt das Auto auf einem kleinen Parkplatz in der Nähe des Haupteingangs zum Stehen.
    
    „So Lilly, es ist so weit. Du schaffst das, sei stark.“, motiviert sie ihre Mutter, während Lilly sie fast flehend anschaut. Sie schaut auf den Haupteingang und sieht dutzende Schüler, wie sie im Gebäude verschwinden. Lilly greift zur Türklinke, nur um sie dann wieder loszulassen.
    
    „Komm Schatz, steig aus. Ich muss los.“
    
    Lilly erinnert sich nochmal an ihre Motivationsrede vorhin im Bad, nimmt ihre Tasche in die Hand und zieht langsam die Türklinke, um dann aus dem Auto auszusteigen. Noch ist sie etwas verdeckt von anderen Autos, doch gleich werden sie viele in ihrer ganzen Pracht sehen können. Nachdem sie die Autotür wieder zuschlug, sieht sie ihre Mutter zum Abschied winken und kann zunächst nichts anderes tun, als stehen zu bleiben und zuzusehen, wie sie langsam wegfährt und verschwindet.
    
    Ein weiteres Auto, welches auf den Parkplatz fährt, ist für Lilly letztendlich der Auslöser, ...