1. Blanke Bewährung, Teil 3


    Datum: 15.09.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... um einen Fuß vor den anderen zu setzen und auf den Haupteingang zuzugehen. Sie geht aufrecht, mit breiter Brust, nach vorne gerichteten Blick und dennoch wackligen Knien. Es kann sich nur noch um Sekunden handelt, bis man sie sehen wird und kurz vor dem Eingang ist es dann letztendlich so weit.
    
    „Hey guck mal, die ist ja komplett nackt!“
    
    „Boah, schau Dir den Arsch an! Mega.“
    
    „Was macht die denn da bitte?“
    
    Lilly hört die Stimmen von hinten und kann sie nicht direkt jemandem zuordnen, aber sie zuckt sofort zusammen. Ohne sich umzudrehen, geht sie zur Tür und betritt das Schulgebäude. Dort befindet sich gleich links das Sekretariat und das Büro vom Rektor. Im Gang aber tummeln sich vor Unterrichtsbeginn immer dutzende Schüler diverser Klassen, um sich auszutauschen und den Vertretungsplan anzuschauen. Lilly erschrickt regelrecht und richtet ihre Augen auf den Boden vor ihr. Sofort geht ein Raunen durch den Flur.
    
    „Was zur Hölle!?
    
    „Oh mein Gott, die ist ja mal geil!“
    
    „Ist das Lilly Renner aus der 11b?“
    
    „Ja das ist sie. Lilly, warum bist Du splitternackt?“
    
    „Lilly, was machst Du denn?“
    
    Lilly wird von einer Gruppe Schülern umrandet, die alle auf sie einreden und sie befragen wollen. Sie ist sich klar, dass nun alle ihre intimen Stellen sehen können und bekommt neben diesen Schamgefühlen auch extreme Panik, dass sie jemand berühren würde. Alle Emotionen prasseln in diesem Moment auf die 17-Jährige ein und sie ist kurz davor, zusammenzubrechen, als eine ...
    ... laute maskuline Stimme die ganze Szene unterbricht.
    
    „Was ist denn hier los? Lasst Ihr die Schülerin bitte in Ruhe und geht in Eure Klassenräume!“
    
    Es war der Rektor, Herr Zander, ein sympathischer Mann im Alter ihrer Eltern, der in der Regel immer sehr freundlich ist, aber auch dafür bekannt ist, hart durchgreifen zu können. Sofort löst sich die Szene wie in Luft auf und die nackte und verunsicherte Lilly bleibt im Gang stehen.
    
    „Komm mit in mein Büro Lilly. Ich helfe Dir.“, sagt er mit einer empathischen Stimme. Wortlos folgt sie ihm und setzt sich in einen großen schwarzen Ledersessel.
    
    „Dein Vater hat mich gestern informiert, was passiert ist. Wie geht es Dir, Lilly?“
    
    „Nicht so wirklich gut. Das ist gerade alles sehr viel für mich.“
    
    „Verständlich. Die Lehrer wissen alle über Deinen Zustand Bescheid, nur die Schüler noch nicht. Ich kann Dir anbieten, bis zum Unterrichtsbeginn hier zu bleiben und ich bringe Dich dann zu Deinem Klassenzimmer. Vorher werde ich es allerdings über die Sprechanlage verkünden. Ich werde auch betonen, dass Deine Entscheidung nicht wirklich freiwillig war. Ist das in Ordnung?“
    
    Lilly schluckt erneut tief und nickt daraufhin. Der Rektor bringt ihr ein Glas Wasser, um sie etwas zu beruhigen und unterhält sich mit ihr über die Schule und mögliche zukünftige Werdegänge. Dann steht er auf und geht zum Mikrofon, welches dann im Gang und in jedem Raum der Schule zu hören ist.
    
    „Liebe Schülerinnen und Schüler, ich melde mich bei Euch mit ...