1. Venus und Adonis


    Datum: 17.09.2026, Kategorien: Verführung

    ... Antonius, ob sie ahnte, was er fühlte. Er wusste, dass nicht sein sollte, was nicht sein durfte. Aber das änderte nichts an dem Kribbeln, das er spürte, wenn sie ihm durchs Haar fuhr oder ihn mit ihrem engelsgleichen Lächeln ansah.
    
    "Lass dir Zeit mit dem Frühstück", sagte sie und legte sanft eine Hand auf seinen Arm. Antonius sah ihr nach wie sie sich aus der Küche bewegte, ihre blonden Locken tanzten im Morgenlicht.
    
    Antonius saß noch am Tisch und rührte versonnen in seinem Kaffee, als er leise Schritte hörte. Vera kam mit einem Lächeln auf ihn zu. In ihren Händen hielt sie eine Bürste, einen Kamm und weitere Utensilien.
    
    "Ich will mich mal um deine wunderschönen Locken kümmern", sagte sie sanft. "Bleib sitzen und leg deinen Kopf zurück."
    
    Antonius blinzelte überrascht, aber bevor er etwas sagen konnte, hatte Vera ihre Finger in sein Haar gelegt. Die Berührung war leicht, fast schwebend, und ein angenehmer Schauer lief ihm über den Rücken.
    
    Er spürte ihre Hand auf seiner Schulter, während sie die Sprühflasche bediente. Mit dem Kamm glitt sie durch sein langes blondes Haar, löste behutsam kleine Knoten. Er schloss die Augen und genoss ihre Nähe. Dann nahm sie die Bürste, führte sie vorsichtig durch seine Strähnen, massierte mit den Borsten sanft seine Kopfhaut.
    
    Antonius" Atmung wurde flacher. Es war nicht nur die Berührung - es war die Intimität des Moments, die Selbstverständlichkeit, mit der Vera ihn umhegte. Sein Hemd, das er nur schnell übergeworfen hatte, ...
    ... war etwas verrutscht, die oberen Knöpfe standen offen. Veras Hand glitt von seiner Schulter und suchte Halt auf seiner entblößten Brust.
    
    Ein feiner Hauch von Wärme lag auf seiner Haut, dort, wo ihre Finger ihn berührten. Sein Herz klopfte wild, sein Körper war wie elektrisiert. Die Luft zwischen ihnen schien für einen Moment stillzustehen.
    
    Vera lachte leise, strich mit der Bürste ein letztes Mal durch sein Haar und sagte: "So, jetzt bist du hübsch für das Orakel", Orakel war der Name seiner Galerie, oder spielte sie auf ein Ereignis in der Zukunft an?
    
    Bevor er etwas erwidern konnte, beugte sie sich vor, drückte ihre Brüste gegen seine Schultern und gab ihm ein sanftes Küsschen auf die Wange.
    
    Antonius Gedanken überschlugen sich. Er wollte etwas sagen, eine Reaktion zeigen, doch seine Stimme versagte. Stattdessen saß er einfach da, spürte noch immer ihre Berührung auf seiner Haut und den leichten Duft ihres Körpers.
    
    Vera räumte die Bürste beiseite, als wäre nichts geschehen, schenkte ihm ein letztes, liebevolles Lächeln und verließ die Küche.
    
    Antonius starrte auf den Tisch. Seine Finger griffen unbewusst nach der Stelle an seiner Wange, wohin sie ihren Kuss gehaucht hatte.
    
    Wie sollte er diesen Tag in der Galerie überstehen, wenn sein Kopf nur mit ihr beschäftigt war?
    
    Es zog noch sanft in seinen Haaren. Die Erinnerung an ihre Finger, die durch seine Locken geglitten waren, war greifbar, ebenso wie die Wärme ihrer Berührung, die sich von seiner Schulter ...
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