1. Der gebrochene Deal


    Datum: 18.09.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... zufrieden mit ihm, mit seiner Art des Beischlafes und dann wurde es langweilig, erfüllte mich nicht mehr. Ich sagte mir, dass ich es nicht mehr mochte. Mein Therapeut hat mir klar gemacht, dass da schon der Wunsch nach anderem Sex entstanden ist. Da hätte ich vielleicht noch richtig agieren können, hätte deinen Vater mehr fordern müssen, ja ihm klipp und klar sagen müssen, dass ich anderen Sex will. Wenn dein Vater dazu nicht in der Lage gewesen wäre, hätten wir klare Regeln für den Clubbesuch aufstellen müssen. Als wir uns auf den Deal einigten, war ich Peter schon so weit verfallen, dass das danach Folgende nur noch folgerichtig war. Und dann war ich in dem Sumpf und erst du hast mich aufgeweckt. Was solltest du daraus lernen? Genau das weiß ich nicht. Ich kenne deinen Nachbarn nicht, glaube aber, dass er ein gefährlicher Mann ist. Wenn du zu ihm gehst, musst du danach so stark sein, ihm zu widerstehen. Bist du so stark? Ich kann dir aus eigener schmerzlicher Erfahrung sagen, dass das Hochgefühl der Höhepunkte vergeht und wenn danach keine Liebe vorhanden ist, bald einen schalen Geschmack bekommt. Ich brauchte immer mehr Sex, immer mehr Höhepunkte. Ein Teufelskreis. Also lass es. Lass es aber auch mit deinem jetzigen Freund. Warte auf den Richtigen, der dich liebt und auch richtig fickt. Ja, probiere den Kerl aus, der dir gefällt, wenn du denkst, dass könnte der sein. Aber mache nicht den Sex zum Hauptaugenmerk. Geiler Sex und dann dazu Liebe, das wäre die richtige ...
    ... Mischung. Liebe muss aber an erster Stelle stehen. Ja, beim Sex würde ich heute Abstriche machen, nicht total, aber doch Abstriche."
    
    Das letzte hatte ich leise gesagt, mehr zu mir als zu meiner Tochter. Clara legte ihren Arm um meine Schultern, rückte näher und dann lag ihr Kopf auf meiner Schulter. Sie sagte nichts, dachte wohl nach und ich hoffte, sie trifft die richtige Entscheidung. Ich an ihrer Stelle wüsste, wie ich mich entscheide. Nein, ich würde nicht verzichten, würde eine wilde Nacht mit dem Kerl verbringen und morgens in mein Leben zurück kehren. Auch wenn er noch so gut im Bett wäre. Aber ich habe auch schon Schlimmes durchgemacht.
    
    Jetzt bedauerte ich noch mehr, dass sie nicht hier ist, hier studiert und ich sie auffangen kann, wenn sie von ihm kommt. Eigentlich war ich mir sicher, dass sie so entscheiden wird wie ich. Ich sah immer mehr, wie ähnlich wir uns sind.
    
    Aber es sollte alles ganz anders kommen. Clara war in den folgenden Tagen immer recht nachdenklich. Sie war mir eine große Hilfe und mir standen oft die Tränen in den Augen, wenn ich sie sah, sah wie sie mir half, sich um mich kümmerte und wir immer enger zusammenrückten.
    
    Hannes wusste, dass Clara bei mir war und er schrieb mir, dass er zwischen den Festtagen nach Hamburg kommt und mich und Clara besucht. Da wusste ich, dass er sich scheiden lassen wird. Es war mir klar und ich glaube, auch Clara wusste es. Sie vielleicht schon eher. Nach einer durchwachten Nacht hatte ich es akzeptiert. Er konnte ...