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Megan - Unter Palmen
Datum: 21.09.2026, Kategorien: Transgender,
... Sicherheitstruppe engagiert hatte. Wahrscheinlich beides. Wenn man so in der Öffentlichkeit steht wie sie, ist Privatsphäre keine Selbstverständlichkeit - sie ist eine Währung. Und wir lebten im Hochpreissegment. Ich selbst war in dieser kleinen, abgeschotteten Welt mehr oder weniger ein exotischer Vogel: hübsch anzusehen, unter ständiger Beobachtung und, wenn ich ehrlich bin, manchmal ein bisschen zu laut. Meine Wurzeln? London - zumindest offiziell. Aber meine Erinnerungen an die Stadt waren so verschwommen wie an mein Leben vor der Pubertät. Damals noch als Junge unterwegs - nicht, dass ich da viel mitreden konnte, ich bin ja eher in meinem eigenen Körper aufgewacht wie in einer schlechten Airbnb-Buchung: falsches Zimmer, falsche Einrichtung. Zum Glück gibt es heute Medizin, Chirurgie und Psychologen, die dir aus der Fehlbuchung ein Boutique-Hotel machen können. Also ja - jetzt bin ich Megan. Komplett Mädchen. Naja, „komplett" ist Definitionssache. Ich habe immer noch meinen Schwanz. Und ganz ehrlich? Ich liebe ihn. Ashley auch. Sie sagte oft, ich sei „etwas Besonderes" - und so, wie sie das sagte, wusste ich, dass es nicht nur ein nett gemeinter Trost war. Es war ... nun ja, ein Thema zwischen uns. Eines dieser Themen, die man nicht mit der Nachbarsfrau bei Kaffee und Kuchen bespricht, es sei denn, man will sehen, wie jemand fast an einem Biskuitkeks erstickt. Ashley war - und das meine ich ohne jede Übertreibung - ein verdammt schöner ...
... Mensch. Lange, dunkelblonde Haare, die in der Sonne goldene Strähnen bekamen. Haut, die nicht das blasse, totgebräunte Leder vieler Sonnenanbeter war, sondern warm und ebenmäßig. Blaue Augen, die wie ein Swimmingpool an einem windstillen Tag wirkten: glatt, tief und gefährlich verlockend. Sie trug selten BHs - nicht, weil sie sie nicht brauchte, sondern weil sie es nicht wollte. Ihre Brüste waren klein, fest und standen wie ein Versprechen unter den meist dünnen Stoffen ihrer Tops. Ihr Stil? Barfuß, Shorts, weite Hemden, oder wenn Besuch kam, diese schlichten, aber sündhaft teuren Kleider, die aussahen, als hätte man sich eben schnell etwas übergeworfen, das zufällig perfekt saß. Ich verbrachte viel Zeit damit, ihr zuzusehen. Mehr, als man zugeben sollte, wenn es sich um die Schwester der eigenen Mutter handelt. Aber wir hatten dieses Ding zwischen uns - ein ungesagtes, körperlich spürbares „Wir könnten, wenn wir wollten". Und manchmal taten wir eben. Tagsüber auf der Insel war alles ein Fest für die Sinne: das gleißende Licht, das Salz auf den Lippen, die Wärme, die dich schon beim Frühstück so schwitzen ließ, dass Klamotten nur im Weg waren. Abends dagegen kam eine andere Stimmung Die Hitze wich einer weichen, samtigen Dunkelheit. Zikaden zirpten irgendwo, und vom Meer her wehte eine Brise, die nach Freiheit und ein bisschen nach Sünde roch. In diesen Nächten saßen Ashley und ich oft auf der Dachterrasse, Wein in der Hand, und sahen zu, wie die Lichter von Port de Soller ...