1. Megan - Unter Palmen


    Datum: 21.09.2026, Kategorien: Transgender,

    ... glitzerten, als hätte jemand das alte Fischerdorf mit einer Handvoll Sternen bestreut.
    
    Mein Leben war dekadent, ja - und ich liebte es.
    
    Ich hatte keine Ahnung, ob meine Mutter diese Finca damals gekauft hatte, um mir das Leben zu ermöglichen, das ich benötigte, oder um mich vor der Welt zu verstecken. Vielleicht beides. Aber ich wusste eins: Ich wollte nie wieder weg.
    
    Was Männer anging? Nun ja. Das weibliche Geschlecht hatte mich schon früh komplett in seinen Bann gezogen. Gut, ich hatte schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen Schwanz zu blasen - einfach aus Neugier. Aber Typen im klassischen Sinne? Nicht mein Ding.
    
    Außer vielleicht Alejandro von der Uni.
    
    Er war einer dieser androgyneren Typen, bei denen du dir nicht sicher bist, ob sie dich gleich küssen oder dir die Wimpern tuschen wollen. Voll in diesem japanischen Cosplay-Zeug drin, mit Haaren, die aussahen, als hätte er drei Stunden dafür gebraucht - und einer Stimme, die dir eine Gänsehaut in die Oberschenkel zaubern konnte. Aber das ist eine andere Geschichte.
    
    Ansonsten war meine Welt überschaubar: Ashley, die Finca, das Meer und ich. Und vielleicht dieser Gedanke, dass ich trotz all des Luxus, trotz all der Privilegien, nicht nur die verwöhnte Tochter einer High-Society-Trophäen­mutter war.
    
    Ich war Megan.
    
    Und ich wusste ziemlich genau, was ich wollte.
    
    Und noch genauer, wie ich es bekommen konnte.
    
    Kapitel 1
    
    Die Nacht war so still, dass selbst das Wasser des Pools wie eine ...
    ... gesegnete Unterbrechung der Stille klang, ein leises Plätschern, als würde es unsere kleinen Geheimnisse kennen. Der Mond hing tief am Himmel, silbrig und fast grell, spiegelte sich in den Wellen und zeichnete schimmernde Streifen auf Ashleys Haut, als sie neben mir am Poolrand saß. Wir ließen die Beine ins Wasser baumeln, und der Duft von Lavendel, Chlor und ... körperlichem Verlangen hing schwer in der Luft.
    
    „Und? Wie schaut es mit dir und Alejandro aus?", fragte sie. Ihre Stimme war süßlich, fast neckisch, aber ich konnte den Unterton hören - dieses subtile Wissen um alles, was in meinem Kopf vor sich ging.
    
    „Was soll da sein?" Ich strich durch meine langen Haare, stellte das Glas Wein ab und versuchte, so unschuldig wie möglich zu wirken. Mission gescheitert.
    
    „Hast du mir nicht letzte Woche erzählt, dass du es dir vorstellen könntest ..."
    
    „Bitte", unterbrach ich sie, „das war ein Scherz."
    
    „Ach komm schon", erwiderte sie und stupste mich mit dem Ellbogen an. „Ich weiß, dass du es willst."
    
    „Scheiße, nein", protestierte ich, meine Stimme etwas zu laut für diese Stille. „Ich sagte nur, wenn ich jemals einen Schwanz blasen müsste, dann von jemandem wie Alejandro."
    
    „Liebes", schnurrte sie, als hätte sie tatsächlich in meinen Kopf geblickt, „jede Frau sollte mal einen Schwanz im Mund gehabt haben. Erst danach entscheidet sie, ob sie es wieder tut." Sie nippte an ihrem Wein. „Aber glaub mir: DU wirst es wieder tun."
    
    Ich grinste schief. „Ich steh' nicht auf ...
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