1. Bonus


    Datum: 10.10.2026, Kategorien: Reif

    ... prickelte.
    
    Nachdem wir beide unsere Gläser auf den Nachtschrank gestellt hatten, nahm ich eine Hand von Eva und legte sie auf meine, in der ich etwas hielt. Eva sah mich überrascht an, „Ich wünsche mir, dass du meine Frau wirst ... ich möchte dich heiraten!", sagte ich, strahlte sie an, drehte meine Hand und ihre um, sodass sie nun sah, was sie in der Hand hielt, ein kleines Schmuckkästchen ...
    
    Mir hatte das mit Eva Zusammensein schnell sehr gefallen und ich hatte festgestellt, dass sie in meinem Leben eine Lücke füllte, die mir selbst gar nicht so richtig bewusst gewesen war.
    
    Nach einiger Zeit wollte ich mehr, wollte es offiziell, wollte es fest und dauerhaft machen, nahm mir vor, ihr bei einer passenden Gelegenheit einen Antrag zu machen und ihr dabei einen Ring zu schenken. Nach einigem Überlegen hatte ich mich, ganz klassisch, für einen goldenen Ring mit einem Diamanten entschieden, der Eva jetzt aus dem Schächtelchen anfunkelte, als sie es öffnete.
    
    Es war wohl das erste Mal, dass ich sie sprachlos erlebte, ich sah, wie sich ihre Augen leicht mit Freudentränen füllten, dann nickte sie, steckte sich den Ring auf den Ringfinger ihrer linken Hand, sah ihn mit glänzenden Augen an, wand sie zu mir und wir küssten uns lange innig.
    
    Zu unserer Hochzeit wurden wir vom Firmeninhaber überrascht, er und seine Frau kamen beide zu unserem Fest, ihr beider Geschenk an uns bestand aus einem 10 % Anteil an seinem Unternehmen, womit er uns völlig überrumpelte. Einige Tage ...
    ... später, nach einigem darüber Nachdenken, fand ich ihr Geschenk einen klugen Schachzug, so sank für ihn die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass zwei gute Kräfte sein Unternehmen verlassen würden.
    
    Wir bedankten uns einige Wochen später bei ihnen, luden sie zu uns zum Essen ein, dankten herzlich für das äußerst großzügige Geschenk und versicherten ihnen, uns nicht mit Wechselgedanken zu tragen.
    
    Einige Monate nach unserer Hochzeit wurde mir bewusst, dass nun bald wieder Gespräche mit unserem größten Kunden und dadurch bestimmt auch mit Alexander und Sebastian anstanden, etwas, was mir ziemlich im Magen lag und ein mulmiges Gefühl bereitete.
    
    Schließlich fasste ich mir ein Herz und sprach Eva darauf an, fragte sie, wie wir damit umgehen wollten. Wieder einmal überraschte sie mich komplett, sie lachte fröhlich auf, etwas, was unglaublich an ihr mochte: „Längst erledigt, Liebling!" Weil ich sie mit offenem Mund ungläubig ansah, lieferte sie die Erklärung gleich freudestrahlend nach: „Die beiden sind Geschichte, beliefern uns nicht mehr ... Ich habe längst für zwei neue Lieferanten gesorgt, die uns die gleichen Vorprodukte liefern, sogar noch etwas günstiger bei leicht besserer Qualität. Und ... und ich habe sie sogar noch als Lieferant bei einem Mitbewerber untergebracht ... du brauchst dir keine Sorgen zu machen, die sehen wir nicht wieder ..."
    
    Ich war sprachlos, wirklich sprachlos, das hatte sie perfekt in aller Stille gelöst und mir damit einen großen Gefallen getan. Ich ...
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