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Blind Dates
Datum: 16.10.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... geben, dass er ihr gänzlich zugewandt war. Sehen konnte er sie nicht, ihre Mimik oder ob sie nervös mit irgendwas hantierte, blieb ihm verborgen. Da war es wieder, dieses Gefühl von Nicht-Wissen, Nicht-Sehen. Er hätte Vieles dafür gegeben, wenn er sie jetzt hätte ansehen können. So musste er sich darauf verlassen, in ihrer Stimme zu hören, was sie bewegte. „Hat dir denn gefallen, was wir da auf dem Balkon gemacht haben? Oder eben der Kuss?", fragte sie nun. „Ja!", antwortete er wie aus der Pistole geschossen, etwas zu laut vielleicht. „Es war angenehm, meine ich", versuchte er es nun etwas gemäßigter. „Aber...wie war es für dich? Hatte ich dich da überrumpelt oder eben mit den Haaren ziehen...was denkst du davon? Gefällt dir das?" „Hmmmm, definitiv ja. Ich...weiß nicht, warum ich so bin", sprach sie leise. „Ich weiß nur, dass es schön ist, wenn du...du weißt schon. Wenn du etwas ‚führender' bist? Wie soll ich es sonst nennen?" „Machtergreifend? Herrschsüchtig, vielleicht? So komme ich mir irgendwie vor, wenn ich dich so anfasse, oder zu solchen Dingen bringe. Oder...zwinge?", nun wurde auch er leiser. „Du zwingst mich nicht dazu. Ich habe nie das Gefühl bei dir, dass du nicht aufhören würdest, wenn ich ‚Stopp' sagen würde. Aber...wieso machst du es überhaupt? Nicht, dass es mich stören würde!", versicherte sie ihm sofort und legte eine Hand auf seine. „Ich bin mir nicht sicher", antwortete er zögerlich, auch wenn er in den letzten Tagen da sehr viel drüber ...
... nachgedacht hatte und eigentlich eine Idee hatte. „Wusstest du, dass du ein unfassbar schlechter Lügner bist? Oder mir echt schlecht nur was verheimlichen kannst? Ich brauche dich dazu auch nicht zu sehen, aber ich höre es!", fuhr Fiona kurz auf. „Okay!", entgegnete er nun wiederum. Sie waren aufgewühlt, fast sauer, aber keiner hatte die Hand vom anderen weggezogen. Dorian fuhr fort: „Eigentlich ist ‚Ich bin mir nicht sicher' fast schon die Antwort. Ich bin blind, damit habe ich mich eigentlich abgefunden. Aber manchmal nagt es an mir, so vieles zu verpassen! Schlimmer noch: wenn ich nur dem schwächsten, sehenden Arschloch begegnen würde, und er wollte mir was, würde ich nicht viel machen können als mit meinem Langstock zu wedeln und zu hoffen, dass mir jemand hilft. Ich...ich bin so machtlos, verglichen mit denen." Fiona schwieg kurz, dachte darüber nach. Ihr war aufgefallen, dass er ‚denen' gesagt hatte, nicht ‚euch', obwohl sie selbst ja auch zu ‚denen', den Sehenden, gehörte. Dann sagte sie nur „Okay", und ließ ihm Zeit, seine nächsten Worte zu finden. „Bei dir", hier stockte er kurz, „bei dir, wenn ich diese wilden Sachen mit dir mache, gibt es mir das erste Mal in meinem Leben das Gefühl von Kontrolle. Oder auch etwas Macht." Jetzt war es raus. Er war ein sadistischer Kontrollfreak. Fiona schwieg noch etwas, auch wenn ihr klar war, dass sie jetzt dran war. „Es macht mir nichts aus, wenn du das machst", begann sie, musste sich dann aber korrigieren: „Nein, ...