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Milfy Way
Datum: 24.10.2026, Kategorien: Verführung
... Ellen. Wir hatten einige male miteinander telefoniert. Es war unglaublich, aber sie hörte allein am Klang meiner Stimme, wie es mir ging. Sie forderte mich auf, mich ins Leben zu stürzen, aber bis auf die paar male hatte ich die Kurve noch nicht gekriegt. War lustlos. Nicht meine Libido, die war voll da, aber an der Umsetzung dessen haperte es. Aber die Sache hatte auch etwas anderes in mir ausgelöst. Ich wurde feinfühliger. So wie Ellen es bei mir geschafft hatte. Ich beobachtete die Menschen um mich herum aufmerksamer, versuchte in sie hinein zu sehen, zu ergründen wie sie sich fühlten. Mit anderen Worten: ich versuchte, ihre äußere Schale zu durchdringen. Und dabei merkte ich gleichzeitig, wie ich das früher immer alles ausgeblendet hatte, obwohl sich an den offenen oder versteckten Signalen der anderen Menschen ja nichts geändert hatte. Ganz spontan entschied ich mich für mein Vorhaben um, nachdem ich in Poppenbüttel aus der S-Bahn gestiegen war. Ich fuhr jetzt häufiger mit dem Öffi als vorher, da die vielen Staus das fahren mit dem Auto in die Innenstadt schwer erträglich gemacht hatten. So ging ich heute von dort einfach weiter zu mir nach Hause, und machte keinen Abstecher zum Italiener. Ich wollte mir schnell ein Nudelgericht machen und dann schön zu sanfter Musik zu Hause bei einem guten Buch relaxen. Irgendwie hatte ich schon beim öffnen der Haustür so ein merkwürdiges Kribbeln. Ich hätte darauf hören sollen. Aber blöd, wie man in so einer Situation manchmal ist, ...
... hörte ich nicht darauf. Mein Home, mein Castle. Was soll hier schon passieren? So ging ich einfach rein wie immer. Erst sah alles normal aus. Im Flur standen einige Schuhe von mir und an der Garderobe hingen meine zwei Jacken für diese Jahreszeit. Aber die Tür des Hauswirtschaftsraums stand ein wenig offen. Das war merkwürdig, denn die machte ich normalerweise immer zu. Ich hängte erst mal meine Tasche an den Garderobenhaken. Als ich ins Wohnzimmer ging, traf mich fast der Schlag. Alles war verwüstet, alle Gegenstände lagen kreuz und quer auf dem Boden. Die Terrassentür stand offen, die Scheibe teilweise eingeschlagen. Mir entfuhr ein Schreckenslaut. Mit einem mal stand ein Mann vor mir. Dunkel gekleidet, groß, mit einer Sturmhaube. Und er hatte eine Pistole in der Hand, die er auf mich gerichtet hatte. Obwohl er gar nichts gesagt hatte, hob ich unwillkürlich die Hände. Hunderttausendmal im Fernsehen gesehen, dass man das so machen muss. "Umdrehen", sagte er. Ich stand starr vor Schreck da und wagte es nicht, mich zu bewegen. "Umdrehen hab ich gesagt!" Jetzt schrie er. Endlich leistete ich ihm Folge. Was hätte ich denn sonst tun sollen? Eine Waffe hatte ich nicht und der war eh viel stärker. Er hantierte mit etwas und dann riss er einen meiner Arme herunter und drehte ihn um. Ich schrie auf. Tränen kamen in meine Augen. "Wieso machen sie das? Sie tun mir weh!" "Halts Maul!", sagte der Mann. Auch meinen anderen Arm drehte er nun nach hinten. Dann gab es ein Geräusch. ...