1. Milfy Way


    Datum: 24.10.2026, Kategorien: Verführung

    ... Motiv das Angreifers. Was könnte er gesucht haben? Von den Drogen wusste er ja scheinbar nichts, wohl aber davon, dass Uwe ums Leben gekommen war. Und der Typ war offenbar kein Gentleman. Eher ein Ganove. Nein, eher Kleinganove. Ließ sich von einer Frau ins Bockshorn jagen. Also kein Kämpfer. All zu helle war er wohl auch nicht, sonst hätte er sich nicht von mir in den Garten locken lassen. Er muss wohl einen Auftraggeber gehabt haben. Aber wen? Und wozu? Die Firma schied aus. Die hatte ja ihr Geld wieder. Außerdem ... Piere hätte mich ja nur fragen brauchen ob ich irgendwelche Datenträger von der Firma habe. Schulden die Uwe bei jemanden hatte waren es jedenfalls nicht. Der hatte ja kein Geld gefordert, sondern irgendwelche Daten. Selbst den goldenen Ehering von Uwe, bestimmt mehrere hundert Euro wert, hatte er ja liegen gelassen. Ich hatte ihn gesehen, als er das Kästchen ausgekippt hatte. Den ominösen und rätselhaften Zettel hatte er sich noch nicht mal angeschaut. Ich kam zu keinem Ergebnis. Vielleicht könnte ich ja bei der Polizei etwas erfahren. Irgendwann war ich doch eingeschlafen und wachte am Morgen auf. Meike sprang in der Wohnung herum, leise zwar, aber ich hörte es.
    
    Ich rappelte mich von der Schlafcouch hoch und rieb mir die Augen. Da kam Meike und setzte sich neben mich hin. "Alles okay?", fragte sie.
    
    "Ja, klar. Hat aber ein wenig gedauert mit dem Einschlafen."
    
    "Klar, bei DER Sache! Ich muss jetzt zur Arbeit. Wenn du mal wieder mit einem von uns reden ...
    ... willst, bist du immer willkommen, Sandra." Ich hatte meine gestrigen Erlebnisse bis eben in meinem Kopf verdrängt, aber nun kam es wieder in meine Gedanken. "Tschüss", sagte Meike, und ging aus der Wohnung.
    
    In diesem Moment stand auch Jakob in der Schlafzimmertür, warf einen kurzen Blick auf mich, wie ich nur mit Slip und BH bekleidet auf der Couch saß, sagte: "Guten Morgen Sandra", und ging ins Bad. Dort kam er aber wieder schnell heraus und sagte: "Kannst ins Bad duschen gehen. Ich mach Frühstück." Ich ging also ins Bad, duschte, klaute mir ein wenig Parfüm von Meike - es roch verdammt kräftig - zog mich dann an, und ging wieder dort raus. Jakob saß schon am Esstisch und aß. Er hatte immer noch nur seine Boxershorts an. Ich musterte seinen Körper. Er tat so, als sähe er es nicht. Es fing an, verdächtig zu kribbeln. "Gut geschlafen?", fragte er schmatzend.
    
    "Wie man's nimmt!", antwortete ich.
    
    "Du steckst das alles gut weg", sagte Jakob. Ich antwortete darauf erst mal nicht, belegte mir ein Brötchen mit Wurst, und aß es.
    
    "Das kommt oft erst später wieder", sagte ich dann. "Dann werde ich traurig oder fange an zu weinen."
    
    "Ist doch normal. Meine erste Freundin ist auch gestorben. Da hatte ich ganz lange zu kämpfen."
    
    "Was ist ihr passiert?"
    
    "Bahngleise. Eine Mutprobe. Wir beide waren da noch im Teenageralter."
    
    "Erzähl!" Jakob erzählte mir nun die ganze Sache etwas ausführlicher. Es schien dabei nur wenig Emotionen zu zeigen, aber seine Stimme zitterte doch ...
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