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Milfy Way
Datum: 24.10.2026, Kategorien: Verführung
... mit Blick auf das Wasser. Es war nicht mehr so voll und wir bekamen problemlos einen 2er Tisch am Fenster. "Wein?", fragte er. "Rot", war meine Antwort. Der Kellner kam und er bestellte zwei Gläser Wein und, ohne mich gefragt zu haben, einige kleine Häppchen. Es war ein auf französisch getrimmtes Restaurant. "Die machen in Kürze zu", sagte er. "Du hast das erfunden, oder? Das mit dem Bekannten." "Jein. Es war ein Unbekannter, den ich erwartete." "Ein blind Date?" "Sozusagen ja." "Du bist ein wenig rätselhaft! Warum musst du dich denn so merkwürdig daten?" Ich beschloss einfach eine Flucht nach vorne zu machen, holte mein Handy heraus und zeigte ihm das Foto von dem Schreiben. "Hat da jemand was gegen dich in der Hand?", fragte er. "Ich wüsste nicht. Es gab einige Probleme in der Vergangenheit. Es waren nicht alle Sachen ganz legal um da wieder herauszukommen, aber eigentlich Lappalien. Ich habe also keine Ahnung!" "Na er oder sie hat es dann wohl aufgegeben, oder? Erzählst du mir die Geschichte?" Ich war tatsächlich in Erzähl-Laune nach dieser berauschenden Musik und gab ihm einen kleinen Einblick. "Als was arbeitest du denn?", fragte er. "Ich hab einen Modeladen und mache Entwürfe dafür. Vor allem Sache aus Wolle", antwortete ich. "Und du?" "Ich mache Archivmanagement. Langweilig, oder?" Der Wein kam und wir stießen an, tranken beide einen Schluck. Auf ein mal hatte ich eine Idee. Sie war folgerichtig, würde dann aber auch eine ...
... dramatische Entwicklung oder Entdeckung bedeuten. "Du archivierst für die Polizei!" sagte ich, so als stünde das fest. Er wurde rot und schaute mich entsetzt an. "Nein, gar nicht!" "Du lügst!" Er wurde noch röter. "Du bist dieser Mister X!!! Was wolltest du denn damit erreichen? Bist du verdeckter Ermittler? Für die Polizei? Ich weiß nichts von den Drogen! Und diesen Datenträger habe ich auch nicht!" Er druckste herum und brachte kein Wort mehr heraus. Ich stand auf und war im Begriff zu gehen. "Nein, warte!", sagte er, und griff mir an meine Jacke. "Du hast recht. Aber ich bin privat hier. Zeigst du mich jetzt an?" Er schien jetzt total deprimiert zu sein und seine Augen wurden feucht. Eine Gefahr schien von ihm nicht auszugehen. "Mal sehen. Warum hast du das gemacht?!" "Ich wollte dich kennenlernen. Und vor allem deine Geschichte." "Die hast du ja nun ansatzweise gehört. Also?" Die Kleinigkeiten kamen. Ich setzte mich wieder hin. Ich war neugierig geworden. Und mein kleines Biest schien aus unerfindlichen Gründen diesen dreisten Herrn zu mögen. "Ich bin Hobbyschriftsteller. Ich versuche Krimis zu schreiben. Dafür suche ich Material. Ich habe in deine Ermittlungsakte geschaut und fand das ganz interessant und wollte etwas über die Hintergründe wissen." "Da ist vermutlich zu wenig kriminelles dabei." "Und was ist mit der Drogensache? Vielleicht kann ich da ja eine kriminelle Gruppierung mit reinbringen. Muss ja nicht alles real sein. Und wieso Datenträger? ...