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Milfy Way
Datum: 24.10.2026, Kategorien: Verführung
... Davon stand in der Akte nichts." "Der Datenträger kam ja auch erst später ins Spiel. Von den Drogen weiß ich nichts. Sagte ich ja schon. Nur von der Polizei damals, die mir was anhängen wollte. Ich war selber überrascht. Also, meinen Segen hast du. Man darf mich aber nicht wiedererkennen." "Echt jetzt?" Seine Miene hellte sich wieder auf. "Stimmt das denn mit deiner Frau wenigstens?" "Klar stimmt das." "Woran ist sie gestorben?" "An einem aggressiven Hirntumor, vor drei Jahren." "Das tut mir leid. Es belastet dich immer noch, ja?" "Total. Aber das Schreiben hilft mir." "Baust du sie in die Geschichte mit ein?" "Das war nicht geplant. Aber ja, das ist eine gute Idee. Ich schaue mal, was ich machen kann, wo es ginge." "Der Komponist von dem Stück vorhin, der hat auch so etwas erlebt, oder?" "So nicht. Aber er war homosexuell und musste es geheim halten. Schicksal halt." "Dann war das also seine Schicksalssinfonie?" "Nein, die ist die Nummer 5, wir hörten die 4. Aber auch in dieser spielt das Schicksal eine große Rolle, wie du gemerkt hast." "Ein Teil meines Schicksals war da jedenfalls auch mit drin. Sonst hätte es mich nicht so berührt. Wie bist du eigentlich an die Karten gekommen? Das ist ja nicht so einfach. Mein Mann hatte es damals auch einige male probiert und ist gescheitert." "Ist auch nicht so einfach. Ich hatte die aber schon. Zwei Bekannte wollten mit, die hatten jetzt aber die Grippe gekriegt, und dann hatte ich ...
... spontan diese Idee." "Wie weit wolltest du gehen dabei?" "Nicht weit. Ich bin ... ich bin eigentlich schüchtern." Der Kellner kam zum Kassieren, da das Lokal gleich schließen wollte. Den Wein hatten wir ausgetrunken und die Kleinigkeiten waren auch schon in unsere Mägen gewandert. "Wo musst du hin?", fragte er mich. "Ohlsdorf und da dann in die S-Bahn." "Da wohne ich." Ich musste unwillkürlich lachen. "Du wohnst in der S-Bahn?" Jetzt fing auch er mit lachen an. "Du bist lustig! Nein, in Ohlsdorf. Gleich da in den Häuserblöcken." "Dann können wir ja bei dir noch einen Schluck trinken. Ist auch mein Weg." Sandra! Du Biest! Meine kleine Sandra war mal wieder vorwitzig. "Gerne." Wir standen auf und verließen das Lokal. Zehn Minuten später saßen wir in der U-Bahn. Er hatte angefangen mir seine Geschichte zu erzählen. Wie er seine Frau kennenlernte, wie sie viele Reisen machten, dann die Krankheit. Und auch, wie er über viele Stationen zur Polizei kam. Er entschuldigte sich dabei auch nochmals für den Missbrauch meiner Akte und den Schreck, den er damit in mir ausgelöst hatte. Dann waren wir da, stiegen aus, keine fünf Minuten später standen wir vor seinem Haus und kurz später in seiner Wohnung, die Parterre lag. Hoffentlich hört man meine Lustschreie nicht so dolle, dachte ich. Leider hatte sie wieder ein Eigenleben bekommen und Erlösung war dringend nötig. Er dirigierte mich auf seine Couch und kam nach einem kurzen Abstecher in seine Küche mit einer ...