1. Milfy Way


    Datum: 24.10.2026, Kategorien: Verführung

    ... Er hatte den Fehler gemacht, für die App das selbe Passwort zu nehmen wie für sein Handy. Das hat die Person wohl ausgespäht. Er konnte sich nur noch bruchstückhaft an die Frau erinnern. Blond war sie, meinte er."
    
    Mann, das wurde ja immer schlimmer. Uwe schien wirklich unter die Kriminellen gegangen zu sein. "Könnte passen. Meinst du Evelyn hat den Typen? Wie sollte Uwe sonst an die Pin gekommen sein?"
    
    "Vermutlich, ja. Aber das mit Evelyn wussten wir vorhin ja noch nicht. Also, dass es Evelyn war."
    
    "Ist das nicht Blödsinn? Das bisschen Geld wäre doch bald alle! Oder?"
    
    Julian lächelte mich wissend an. "Normal nicht. Aber vielleicht war es ja Startkapital für irgendwelche kriminellen Geschäfte. Oder für Insiderhandel."
    
    "Wusste Uwe denn was relevantes?" Ich wusste, was Insiderhandel ist. Uwe hatte es mir mal erklärt, als so etwas in den Nachrichten kam.
    
    "Ich glaube nicht. Also ich weiß auch von nichts, was sich lohnen könnte, mal abgesehen davon dass ich nicht genügend Geld hätte."
    
    "Aber genügend Gewinne könnte man da machen, oder?"
    
    "Ja, wenn man auf Kurswertverluste oder Steigerungen wettet, dann schon. Für Insider ist das aber nicht erlaubt!"
    
    "Und das Geld? Wäre das für eure Firma gefährlich, wenn ihr es nicht wiederbekommt?"
    
    "Das bekommen wir sicher nicht wieder. Das Geld ging erst auf ein Konto in Zypern, dann nach Malaysia, und bei einer chilenischen Bank verliert sich dessen Spur, da wir noch keine Auskunft bekommen haben. Aber von da ist es ...
    ... sicher auch weiter geflossen. Die Summe ist schon schmerzhaft, aber für ein größeres Problem erscheint mir die Summe zu klein." Und mir sagte es, dass Julian keine Ahnung von dem hatte, was Piere mir gesagt hatte. Und ich würde es tunlichst nicht weitererzählen. Endlich, nach einer kleinen Ewigkeit, kam unsere Bestellung. Julian hatte auch einen Kaffee genommen, aber eine Nummer kleiner, nichts zu essen, aber ich dafür ein riesengroßes Stück Kuchen mit Baiserhaube. Ich brauchte das jetzt! Ich machte mich auch sofort über die beiden Sachen her und Julian schaute mir schmunzelnd zu. "Na, Bandwurm gefüttert?", fragte er, nachdem ich mit dem Kuchen fertig war. Ich lächelte, aber etwas gequält, da ich jetzt, wo wir nicht miteinander redeten, mir erneut die ganze Tragweite der Geschehnisse durch den Kopf ging. Auf ein mal, völlig unvermittelt, kamen mir die Tränen.
    
    "Entschuldigung", sagte ich, kramte ein Taschentuch aus meiner Tasche, und tupfte alles weg. Meine Schminke musste jetzt trotzdem noch weiter verlaufen sein. "Das eben war zu was gut. Mit dem kapitalen Schminkschaden willst du mich jetzt sowieso nicht mehr", sagte ich traurig lächelnd.
    
    "Jetzt erst recht!", sagte Julian allen Ernstes.
    
    "Du bist verrückt!"
    
    "Ja, bin ich!"
    
    "Julian! Ich hab dir gesagt, das geht nicht!"
    
    "Ja, und letzte Nacht ging es auch schon nicht!" Julian hatte die unbequeme Gabe, immer schön den Finger in die Wunde zu legen.
    
    Ich blickte ihn traurig an. "Julian! Du weißt genau, ich bin ...
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