1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Blick von Katja war einzigartig und rang ihm sofort ein Lächeln ab. Die Kleine hingegen verzog keine Miene und musterte den fremden Mann, mit weit aufgerissenen Augen.
    
    "Gedankenverloren erzählte er von seinen anderen zwei Töchtern und wie sehr er sie vermisste."
    
    Inzwischen hatte Anastasia, Katja wieder übernommen. Die Neugier plagte ihn noch immer und so hakte er erneut nach.
    
    Anastasia erzählte ihm ihre Geschichte. Der Offizier hörte aufmerksam zu und schien gebildet und höflich zu sein. Mama hatte ihnen eine ganze Weile aus der Küche zugehört und brachte den beiden eine Kanne Tee.
    
    Mit einem "Danke" überraschte er Antons Mutter, in durchaus gutem deutsch.
    
    "Wo ist der Vater jetzt?" fragte Michail, Anastasia.
    
    Sie erzählte weiter, wie Anton und Helmut sie gerettet hatten und und dann als Gefangene abtransportiert wurden.
    
    Der Offizier hörte sich alles in Ruhe an. Er erbat sich etwas zu schreiben und notierte sich Antons und Helmuts vollständige Namen. Allerdings dämpfte er Anastasias Euphorie schnell. Er konnte versuchen ihn ausfindig zu machen aber in den Wirren dieser Zeit, war vieles nicht so einfach.
    
    Anastasia und auch Mama bedankte sich für seine Bemühungen. Zum Abschied befahl er, einem seiner Leute etwas. Dieser kam geschwind mit einem Laib Brot und etwas Butter zurück.
    
    Antons Mutter wusste gar nicht wie ihr geschah als ihr die Lebensmittel in die Hand gedrückt wurden.
    
    "Danke für den Tee" sagte der Offizier wieder in deutsch und lächelte sie ...
    ... an. "Darf ich einmal wiederkommen?"
    
    Mama ging auf ihn zu, umarmte ihn herzlich und nickte erfreut. Sie hatte die Scheu vor dem Fremden verloren und sah, dass es auch unter ihnen, anständige Menschen gab und sie gar nicht so furchtbar waren, wie es ihnen beigebracht wurde.
    
    Die zwei Frauen standen noch in der Tür als der Lkw schon längst um die Ecke gebogen war und schauten sich hoffend an. Ein russischer Offizier würde sich nach Anton und Helmut erkundigen. Was könnte ihnen besseres passieren.
    
    Wochen vergingen, in denen sie nichts von ihm hörten. In der Zwischenzeit hatte auch Anastasia über die örtliche Kommandantur versucht, ihren eigenen Eltern einen Brief zukommen zu lassen. Sie wusste nicht einmal, ob sie noch lebten. Ihr Haus war damals stark zerstört wurden und auf der Flucht, wurde sie von ihnen getrennt und wenig später, hatten sie die Deutschen gefangen genommen und deportiert.
    
    Millionen von Menschen suchten ihre Angehörigen und als ihr Brief unbeantwortet zurückkam, ahnte sie schon das Schlimmste.
    
    Es waren wieder gut 3 Wochen vergangen als Michail, der russische Offizier, wieder vor ihrer Tür stand. Heute lächelte ihn Katja schon an. Anastasia hatte mit der Kleinen auf dem Arm, die notdürftig reparierte Tür geöffnet.
    
    Michail hatte sogar Geschenke mitgebracht. Freundlich wurde er auch von Antons Mutter begrüßt und herein gebeten.
    
    Ein Soldat, der hinter ihm stand, machte sich ohne ein Wort zu sagen an die Arbeit und reparierte die Tür. Er schien ...
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