1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... private Teil wieder zu Ende war. Er bedankte sich für das Essen und ging zum Auto.
    
    Michail verabschiedete sich ebenfalls. Mittlerweile war er schon so etwas, wie ein guter Freund geworden, weswegen Mama seine Hand ausschlug und ihn einfach umarmte.
    
    Die Zeiten waren dennoch hart und die Wochen rannen so dahin. Anastasia hatte wenig geschlafen, denn die Kleine machte die Nacht zum Tag. Auch wenn Antons Mutter ihr die Kleine ab und zu abnahm, waren da immer noch die täglichen Pflichten. Die Landwirtschaft ohne Männer am Laufen zu halten, war nicht ganz einfach. So stand Katja oft in ihrem Wägelchen am Feldrand, während die Frauen gemeinsam Rüben hackten und den anderen Pflichten nachgingen.
    
    Anastasia sah zwei zerlumpte Gestalten den Feldweg entlang kommen. Vorsicht war in dieser Zeit allemal geboten und so stupste sie Hilde an und zeigte in deren Richtung. Die Gestalten kamen langsam näher. Ein Schrei erfüllte die Luft als Anastasia ihren Anton erkannte. Mit offenen Armen eilte sie ihm entgegen.
    
    Freudig fiel sie ihm um den Hals und genauso freudig begrüßte auch Anton sie, denn seit seinem Abtransport, hatte er nichts mehr von Anna gehört. Insgeheim hatte er Angst gehabt, sie nie wieder zu sehen.
    
    Anastasia schlang nun auch einen Arm um Helmut und gab auch ihm einen Kuss auf die Wange. Er, der Held, der einzig dafür Verantwortlich war, dass sie und Katja am Leben waren. Er hatte sich seine Umarmung genauso verdient.
    
    Er schien überhaupt nicht damit gerechnet zu ...
    ... haben, denn er lief augenblicklich puterrot an und schaute verlegen zu Boden.
    
    Auch Mama hatte die Drei inzwischen erreicht. Mit Tränen, des Glücks in den Augen streichelte sie ihrem Sohn über die Wange. Für ihn gab es jetzt jedoch etwas Wichtigeres. Seine Blicke fixierten das kleine Wesen, dass Hilde in den Armen hielt.
    
    So wie Anton seine zittrigen Hände danach ausstreckte, legte Hilde ihm seine Tochter in die Arme. Ein Strahlen zog in das Gesicht der Kleinen. Ganz so als wüsste sie, dass ihr Papa nach Hause gekommen war.
    
    Überglücklich ließen sie Arbeit, Arbeit sein und gingen nach Hause. Helmut verabschiedete sich von ihnen und lief die letzten Meter, bis zu sich nach Hause, fast im Laufschritt.
    
    Sie hatten sich viel zu berichten und zu erzählen. Antons und Helmuts wundersame Entlassung war ihnen noch immer ein Rätsel. Irgendwann war der Kommandant gekommen und hatte nur ihre beiden Namen aufgerufen und sie für Frei erklärt. Gut einen Tag hatten sie zu Fuß, bis nach Hause gebraucht und ihre Entlassungspapiere, hatten sie unbehelligt durch jeden Kontrollpunkt gebracht.
    
    "Michail" machte Mama nur und Anastasia nickte zustimmend. Sie hatten sich wirklich viel zu erzählen. Anton und seine kleine Familie bekam das Schlafzimmer der Eltern. Es hatte ein großes Bett und für Katjas Wiege war auch genug Platz. So lange Antons Vater noch nicht zurück war, falls er jemals wieder kommen würde, reichte Hilde, Antons Kammer und sein kleines Bett.
    
    Schnell war auch Antons ...
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