1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... jetzt ein wenig mehr Zeit.
    
    Katja war nun bereits mehr als ein Jahr alt und sollte getauft werden. Die Zwei Lebensretter und inzwischen beste Freunde der Familie sollten die Taufpaten sein.
    
    Michail, der inzwischen fest in Dresden stationiert war und Helmut, ohne den es Anastasia und Katja nicht mehr geben würde.
    
    Beide fühlten sich zutiefst geehrte und übernahmen die Rolle gern. Es war ein schönes Fest, obwohl Katja wohl als Einzigste, nicht wusste was man von ihr wollte.
    
    Anastasia hatte einige Rezepte aus ihrer Heimat gekocht und Hilde glänzte mit typisch deutschen Kochkünsten. Die Nachbarn, die dem Kind alles Gute wünschten waren von den neuen Sachen schwer begeistert und verweilten länger als geplant. Das Haus war rappelvoll und alle verstanden sich. Die Meisten im Dorf kannten inzwischen das fleißige russische Mädchen und die, die sie noch nicht kannten, lernten sie heute kennen.
    
    So langsam bekam Anna auch Zugang, zur Jugend des Dorfes. Ihr deutsch war mittlerweile ausgezeichnet. Viel besser als Antons russisch. Ihr Akzent brachte die Leute zum Schmunzeln und brach ganz oft das Eis.
    
    So vergingen drei weitere Jahre in denen Anastasia zu einer wunderschönen Frau und Anton zu einem stattlichen Mann wurden. Auch Katja war nun schon ein vierjähriger Wirbelwind. Nichts war vor ihr sicher und wenn sie mit Papa auf dem Traktor fahren durfte, war sie nicht mehr zu halten.
    
    Anastasia versorgte das Haus, während Hilde und Anton auf dem Feld zu tun hatten.
    
    Kurz ...
    ... vor Mittag ging die Tür auf. Ein alter Mann in einer zerlumpten Wehrmachtsuniform stand plötzlich da. Anna erschrak zu Tode.
    
    "Guten Tag, kann ich ihnen helfen?" fragte Anna höflich, obwohl ihr die Situation ein wenig unheimlich war.
    
    "Ich wohne hier" sprach der Mann mit zittriger Stimme "oder habe mal hier gewohnt" als er sich umschaute. In den letzten Jahren hatte sich auch in der Stube so einiges verändert. Regungslos standen sich die Zwei gegenüber. Anastasia schaute zu dem Foto auf der Anrichte. Etwas Ähnlichkeit war vorhanden. War dieser Mann etwa Antons Vater. Sechs Jahre ohne Nachricht, hatten Hilde und Anton zweifeln lassen, ihn überhaupt jemals lebend wieder zu sehen.
    
    Er setzte sich auf einen Stuhl. Anastasia reichte ihm ein Glas Wasser, wofür er sich mit einem schlichten Kopfnicken bedankte.
    
    Die Tür ging auf und Katja stürmte mit einem überschwänglichen Redeschwall auf ihre Mutter zu. Doch sie stoppte schnell und verstummte als sie den fremden Mann sitzen sah. In ihrer kindlichen Neugier und Unbefangenheit ging sie auf ihn zu. "Wer bist du?" fragte sie ihn ohne Scheu.
    
    Der alte Mann war von diesem direkten Angriff total überfordert und schaute die Kleine nur an. Wenn er auch die ganze Zeit keine Miene verzogen hatte, so glaubte Anastasia den Anflug eines Lächelns zu erkennen. Ja, Katja bekam jedes Herz weich.
    
    Anna trat näher zu den Beiden heran. "Katja, das ist dein Opa. Der Mann von Oma Hilde und Papas, Papa."
    
    Man sah wie ihm diese Aussage ans ...
«12...313233...67»