1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... hervor. Anna winkte sie zu sich heran, denn es war schon spät und längst Schlafenszeit.
    
    Katja hatte sich zwischen ihnen nieder gelassen. Anton zog die andere Decke über ihre Körper. Seine Hand langte über seine Kleine hinweg. Anastasia schaute ihn glücklich an als sie seine Hand ergriff. Nie im Leben hätte sie sich so einen traumhaft schönen Moment vorstellen können. Doch sie liebte es hier und jetzt zu sein, bei den Menschen, die sie am meisten liebte.
    
    In den nächsten Tagen und Wochen wurde das Auszugshaus, welches die Knechte früher bewohnt hatten, zurecht gemacht. Die kleine Familie bekam nun ihr eigenes Reich.
    
    Michail der zufällig zu Besuch kam, fasste gleich mit an. Kurt, der anfänglich auf Grund seiner Gefangenschaft, ihm gegenüber skeptisch war, freundete sich schnell mit dem russischen Offizier an. Irgendwie teilten sie das gleiche Schicksal und das verband die beiden Männer. Michail erzählte das er in Dresden stationiert wurde und nun nach den vielen Jahren seine Frau und seine Töchter bald wieder bei sich haben würde.
    
    "Vier Frauen im Haus,. Hast du dir das überlegt?" frotzelte Kurt ein wenig herum und entlockte Michail ein herzhaftes Lachen. Sein "Ja" kam schnell und überzeugend und man sah, wie er sich auf sie freute.
    
    Kurt konnte nachvollziehen, wie schwer diese lange Trennung gewesen sein musste.
    
    Michail hatte mehr von Katjas Entwicklung mehr mitbekommen als von seinen eigenen Kindern, wofür er sehr dankbar war.
    
    Er hatte seine jüngste Tochter ...
    ... in den letzten Jahren nur zwei Mal sehen können. Urlaub in der Heimat war nicht so einfach zu organisieren. Allerdings schrieb er viel mit seiner Frau und hatte ihr auch von seiner Patentochter Katja erzählt.
    
    "Das ist ja schön für dich und deine Familie" sprach Anton als sie alle zusammen in der Küche saßen.
    
    "Wir haben euch allen noch etwas mitzuteilen." begann Anton nun an sie gerichtet, seine kleine Ansprache. "Wir werden heiraten!" ließ er die Bombe platzen.
    
    Anton hatte Anastasias Hand gegriffen. "Ich habe Anna gefragt, ob sie es ein Leben lang mit mir aushalten würde und sie hat gesagt, dass gerade kein Besserer da wär und sie es versuchen will."
    
    "Quatschkopf" machte Anastasia und knuffte Anton, mit der Faust in die Seite. "Er hat sich vor mich hingekniet und ganz lieb gefragt und selbstverständlich habe ich "JA" gesagt."
    
    Hildes Gesichtsausdruck entspannte sich gleich ein wenig, denn Antons Ansprache hatte sie ein wenig erschreckt.
    
    Die nächsten Wochen waren turbulent. Die Resternte wurde verstaut, gedroschen und zur Mühle gebracht. Ganz nebenbei wurde Anastasias und Antons Hochzeit vorbereitet.
    
    Michails Familie war inzwischen einen Monat bei ihm in Deutschland. Ihnen fiel es schwer sich in dem fremden Land zurechtzufinden. Es war einen Tag vor Weihnachten als Michail, seine Mädelsbande seiner deutschen Familie vorstellte.
    
    Die anfängliche Zurückhaltung wich schnell. Katja war Michail entgegengelaufen und ihm in die Arme gesprungen. Ihre ungezwungene ...
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