-
Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte
Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch
... Art gab den Frauen gar keine Möglichkeit zu fremdeln, denn sie umarmte auch sie gleichermaßen. Michail stellte alle einander vor. Hatte Michails Frau Irina erst Angst vor der Sprachbarriere gehabt, so wurde sie eines besseren belehrt. Katja wuchs ohnehin zweisprachig auf, Anton brachte Russisch mittlerweile recht gut und auch Kurt konnte sich durch seine Gefangenschaft, recht redlich ausdrücken. Irina staunte über den schönen Weihnachtsbaum und den Kunstvollen Schmuck, der noch aus besseren Zeiten stammte. Bei ihnen wurde Weinachten nicht auf diese Art und Weise gefeiert. Ihr Väterchen Frost kommt erst am 7.01. zu ihnen, da die orthodoxen Christen nach dem gregorianischen Kalender ihr Weihnachtsfest feiern. Die Älteren saßen bei Hilde und Kurt in der Küche. Die Jugend hatte sich in Anastasias und Antons Haus verkrümelt und wo Katja und Kisa, Michails Kleinste, gerade herumstromerten wusste keiner der Anderen. Michail hatte schon einiges von Anastasias und Antons Geschichte erzählt und so wollten Anyssa und Fenja, seine beiden Ältesten alles noch einmal aus erster Hand erfahren. Bei Keksen und Tee erzähle Anastasia die Geschichte, wie Anton sie rettete. Als sie von ihrer ersten gemeinsamen Nacht erzählte, griff sie Antons Hand und beide strahlten sich verliebt wie am ersten Tage an. Den beiden jungen Mädchen wurde bewusst, was für eine ganz Besondere Beziehung zwischen den Beiden bestand. "So einen Mann will ich auch mal finden" sprach Anyssa mit ...
... bewegter Stimme. Sie war inzwischen 18 Jahre und hatte bisher noch keine Erfahrungen mit Jungs gemacht. In der Kaserne, wo sie nun lebten, war das auch nicht so einfach. Es mangelte zwar nicht an jungen Soldaten aber ihr Vater war nun mal ein hochrangiger Offizier und das schreckte ab. Man spürte in ihrer Stimme, das sie das mächtig frustrierte. Anastasia die sich auch eine Weile mit ihr unterhalten hatte, machte ihr den Vorschlag sie doch im Frühjahr einmal allein zu besuchen. Anyssa war von diesem Vorschlag überrascht. Schließlich hatten sie sich heute erst kennen gelernt. Dennoch mochten sich die jungen Frauen von Anfang an. Der Gedanke, Zeit ohne die Zwänge der Kaserne zu verbringen, ließ ihr höher schlagen. Die Zeit des Abschieds war aber viel zu schnell gekommen. Alle verabschiedeten sich wie gute Freunde und wollten sich bald wieder sehen. Anastasia und Anyssa schrieben sich viele Briefe. Sie wurden in dieser kurzen Zeit richtige Freundinnen. So kam auch die Zeit als sich Michail und Irina erweichen ließen und gestatteten, dass Anyssa für eine Woche alleine zu Anastasia und ihrer Familie fahren durfte. Anastasia holte sie mit dem Traktor vom Bahnhof ab. Die schaute mächtig verwundert, denn es gab immer noch Seiten an Anastasia, die sie erstaunten. Irgendwie bewunderte Anyssaa sie. Sie war so eine lebensfrohe und selbstbewusste Frau, obwohl sie nur wenige Jahre älter war und das Alles, nachdem was sie erlebt hatte. Gemeinsam fuhren die beiden Frauen durch ...