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Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte
Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch
... den Ort und kauften nebenbei noch etwas ein, bis sie durch den Wald nach Hause tuckerten. Anyssaa war, wie Anna früher eine Großstadtpflanze und genoss die Ruhe und die Natur, durch die sie fuhren. Eigentlich war sie mit dem Umzug nach Deutschland, das erste Mal aus der Stadt heraus gekommen. Die vielen Eindrücke überwältigten sie und es war Alles ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Die Monate, die sie jetzt schon da war, hatte sie die Kaserne nicht verlassen und verspürte das erste Mal so etwas wie Freiheit und Lebensfreude. So in Gedanken versunken hatte Anyssa gar nicht bemerkt, dass sie schon angekommen waren. Anton empfing sie am Hoftor und nahm ihnen den kleinen Koffer ab, den Anyssa für die Tage dabei hatte. Auch Hilde kam angerannt und nahm das junge Mädchen gleich in den Arm. Falls Anyssa noch Bedenken gehabt haben sollte, waren diese dahingefegt. Sie gehörte zur Familie und wurde auch so begrüßt. "Katja ?" fragte Anyssa. Anastasia lachte und erklärte ihr, dass es seit einigen Wochen einen Kindergarten im Dorf gab und ihre Kleine dort viel Spaß hatte. Jetzt wurde erst einmal ausgepackt und gegessen. Anyssa tat sich schwer Hilde anzusprechen. Ihr Name bereitete ihr mächtig Schwierigkeiten. Irgendwann erlöste sie Hilde und sprach sie lächelnd an:" Sag einfach Mama, das sagen hier sowieso alle zu mir." Anyssa schaute fragend in die Runde und als sie realisierte, dass sie das absolut ernst meinte, schlug ihr Herz vor Freude. Eine ...
... Träne rann ihr über die Wange. Diese deutsche Familie war so ganz anders als sie es erwartete hatte. Das war ihr das letzte Mal schon aufgefallen und schließlich war ihr Vater, nicht ohne Grund mit ihnen befreundet. Die jungen Frauen räumten den Tisch ab. Anyssa wollte so viel wissen und ein Redefluss prasselte auf Anna hernieder. Mama hatte sich zurück gezogen und ließ die Beiden sich unterhalten. Anyssa war neugierig, was sie alles erleben würde. Das erste Mal so etwas wie Freiheit auskosten. So liebevoll wie sie ihren Vater mit der kleinen Katja erlebte, kannte sie ihren Vater nicht. Zu ihr war er streng und unerbittlich. Trotzdem liebte sie ihn, denn so war seine Art und sie wusste, er liebte sie genauso. Hier nun lernte sie eine andere Lebensweise kennen. Alle waren so liebevoll zueinander und Geschichte von Anastasia und Anton klang wie aus einem Märchen. Anyssa konnte sich an dieser Liebesgeschichte gar nicht satt hören. "Zeigst du mir eure Höhle und euren See?" fragte sie Anna, leise, schüchtern und doch spürte man, die Aufregung in ihre Stimme. "Unsere geheime Höhle?" eine Pause beim Reden, erhöhte Anyssas Spannung nur noch mehr, bevor Anna lachend ihre Freundin in die Arme nahm und sie erlöste. "Sicher machen wir das!" Anyssa wär am liebsten gleich aufgebrochen aber das ging nicht. "Willst du mitkommen und Katja aus dem Kindergarten abholen?" Anyssa nickte freudig. Sie hatte vorhin schon fragen wollen aber sie verstand das Wort Kindergarten ...