1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Exerzierplatzes stand. Gigantische Eingangssäulen, die bestimmt 10 Meter hoch waren, rahmten den ganzen Eingang ein. Es wirkte eher wie ein großes Theater und passte so gar nicht zu der Vorstellung, die sie von einer Kaserne hatten.
    
    Assya hatte schon hinter dem Fenster auf ihre Freunde gelauert. Das Glück konnte nicht größer sein als sie sah, dass Helmut dabei war. Nun gab es kein Halten mehr, auch wenn Irina sie zu Räson rief. Es war vergeblich. Ihr Haarzopf flog nur so durch die Luft. Sie sprang Helmut regelrecht in die Arme. Auch er hatte seinen Schritt beschleunigt als er Anyssa auf sich zu kommen sah.
    
    Es bedurfte keiner Worte mehr. Er schlang seine Arme um sie und die Beiden versanken in einen leidenschaftlichen Kuss. Inzwischen hatten auch Irina und ihre zwei jüngeren Töchter die Truppe erreicht. Sie nickte kurz dem Wachsoldaten zu. Dieser drehte sich um und begab sich zurück auf seinen Posten.
    
    Fenja und Kisa, Anyssas jüngere Schwestern beäugten den Kerl, von dem ihre Schwester unentwegt erzählte und schwärmte.
    
    Noch mit Anyssa in einem Arm reichte er Irina die Hand und begrüßte sie auf russisch.
    
    "Guten Tag, mein Name ist Helmut."
    
    Irina musste schmunzeln. Das er Helmut ist konnte sie sich ja nun wirklich zusammen reimen. Schließlich gab es seit Wochen nur noch Helmut hier, Helmut da. Ihr gefiel der junge Mann. Sie honorierte auch die Mühe, die er sich gegeben hatte, sie auf ihrer Muttersprache zu begrüßen.
    
    Helmut hatte, seit er wusste dass er ...
    ... Anyssas Eltern kennen lernen würde fleißig mit Katja und Anastasia geübt.
    
    Ja, nun stand Helmut da und reichte Irina die Hand. Sie hatte ihre Tochter noch nie so Strahlen gesehen. Er tat ihr wirklich gut und man sah ihnen an, dass sie sich wirklich liebten. So wies Irina seine Hand ab und umarmte ihn einfach.
    
    So wie Helmut über Irinas Schulter schaute, sah er Michail in der Tür, des kleinen Häuschens stehen. Mit einem Fingerzeig deutete er ihm an, zu ihm zu kommen. Mit todernster Mine stand er da und wartete, dass Helmut sich losriss.
    
    Michail deutete ihm an einzutreten und schloss hinter ihm die Tür. Sie standen in seinem Büro. Michail nahm hinter einem riesigen Schreibtisch platz, während sich Helmut, vor ihm stehend, wie bei einem Tribunal vorkam.
    
    Keine Begrüßung, kein Guten Tag. Michail hatte noch kein Wort gesagt und fiel nun gleich mit der Tür ins Haus.
    
    "Was ist das mit meiner Tochter? Denkst du ich werde das zulassen?"
    
    Für den ersten Moment war Helmut ein wenig vor den Kopf gestoßen. Er redete mit ihm, wie mit einem Soldaten der einen Fehler begangen hatte.
    
    Zum Ersten war es kein Fehler und zum Zweiten war Helmut inzwischen ein stattlicher Mann, der wusste, was er wollte.
    
    "Ich liebe sie und wenn die Zeit reif ist, werden wir zusammen eine Familie gründen!
    
    Ich weiß Anyssa würde nie etwas gegen ihren Willen tun aber ich weiß auch, dass sie nur das Beste für sie wollen. Und das bin ich!"
    
    In Helmuts Stimme lag so viel Bestimmtheit und Selbstvertrauen, ...
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