1. Behandlungszimmer - Der neue Physiotherapeut


    Datum: 07.11.2026, Kategorien: Verführung

    ... Alltag. Weißt schon."
    
    Ich sagte nichts. Er massierte weiter. Langsam. Ich hörte seinen Atem. "Wie lange seid ihr verheiratet?" "18 Jahre."
    
    Ich schloss kurz die Augen. 18 Jahre. Seine Hände glitten über meine Taille, wieder hoch zu den Schulterblättern. "Und? Läuft's noch?" Ein kurzes, trockenes Lachen. "Wir funktionieren. Weißt du, wie ich meine?" Ich nickte, obwohl er's nicht sehen konnte.
    
    "Es ist nicht mehr wie früher. Aber wir streiten nicht. Das ist besser als bei vielen anderen."
    
    Ich drehte den Kopf ein Stück, um ihn besser zu hören. "Hört sich traurig an." "Aber es ist ruhig. Kein Drama, kein Lärm. Manchmal ist das genug."
    
    Ich schluckte und wusste nicht, was ich sagen sollte.
    
    Aber in diesem Satz war alles. Müdigkeit. Verzicht. Verdrängung. Und dieses vage Bedürfnis, dass etwas fehlt. Etwas, das er sich nicht eingesteht. Etwas, das ich jetzt spürte. Auf meiner Haut unter seinen Händen.
    
    Es war still, als seine Hände ein letztes Mal über meinen Rücken glitten. Ich spürte, wie mein Atem schneller ging. Aber genug, dass ich es selbst bemerkte. Und vielleicht er auch.
    
    Ich wollte etwas sagen. Aber mir fiel nichts ein, das nicht zu viel gewesen wäre. Also blieb ich stumm.
    
    Er schob das Handtuch vorsichtig zurück über meine Hüften, zog es glatt. Seine Finger strichen dabei kurz über meine Haut.
    
    "Das reicht für heute", sagte er leise. Ich nickte, ohne ihn anzusehen. Ich stand langsam auf, zog mir das Shirt über, spürte den Stoff auf der warmen Haut. ...
    ... Meine Finger zitterten leicht, als ich es runterzog. Ich redete mir ein, es war nur vom Liegen.
    
    Er stand einen Schritt zur Seite, ließ mir Platz.
    
    "Soll ich vorne gleich den nächsten Termin ausmachen?", fragte ich, während ich meine Jacke nahm. Er nickte. "Ja. Wäre gut. Wir sollten dranbleiben. Dein Rücken braucht noch ein paar Sitzungen."
    
    "Okay." Ich sagte es fast beiläufig und trat zur Tür. Bevor ich ging, sah ich noch mal zurück.
    
    Er stand da. Die Hände in den Taschen. Sein Blick traf meinen. Nur dieses stille, unausgesprochene "Ich weiß".
    
    Ich drehte mich um und ging zum Empfang. Die Luft draußen im Flur war kühler, als ich erwartet hatte. Oder vielleicht war ich einfach nur zu warm geworden.
    
    Die Frau am Empfang sah kurz auf, als ich zurück in den Flur trat. Ich war wieder angezogen, das Haar leicht zerzaust, die Haut warm unter dem Shirt.
    
    "Wie war's?", fragte sie beiläufig, ohne hochzusehen. Ich räusperte mich. "Gut. Angenehm."
    
    Sie tippte auf ihrer Tastatur. "Dann gleich ein neuer Termin? Nächste Woche?" "Ja, bitte."
    
    "Gleicher Therapeut?" Ich zögerte. Nur eine halbe Sekunde. "Ja." Sie nickte. "Dienstag, 13:30?" "Passt."
    
    Sie trug etwas ein, gab mir die Karte. Ich nahm sie, murmelte ein leises "Danke" und ging raus, ohne mich noch einmal umzusehen. Die Tür fiel hinter mir ins Schloss.
    
    Draußen hatte es aufgehört zu regnen. Die Straße glänzte, alles roch nach nassem Asphalt und Winter. Ich ging zur Haltestelle, die Hände tief in der Jackentasche, ...
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