1. Rehabilitationsmaßnahmen 02


    Datum: 07.09.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... abgerauscht war.
    
    Cornelia lachte hell auf, als sie sich das bildlich vorstellte.
    
    "Dann ist alles klar. Deswegen war sie so sauer. Sie sagte, sie könne nicht verstehen, wie diese "dürre Ziege", das sagte sie wörtlich, ihr den Rang abgelaufen hatte. Was dann passierte, haben sie ja am eigenen Leib erfahren. Wie stehen Sie denn dazu?"
    
    "Ich finde Devi und Julia einfach unwiderstehlich, jede auf ihre eigene Art. Wäre ich 30 Jahre jünger, gesund und ungebunden, dann würde ich einer von beiden den Hof machen (ich wusste genau wem). Beide sind in meinen Augen wunderschön, kompetent, selbstbewusst und einfühlsam. Und jede ist eine Persönlichkeit und absolut liebenswert, leider aber aus verschiedenen Gründen nicht für mich."
    
    Ich holte aus meiner Börse das Bild von Melanie und den Kindern und zeigte es ihr.
    
    Cornelia betrachtete es nachdenklich und nickte dann.
    
    "Wenn ich so eine Familie hätte, dann würde ich sie auch nicht aufgeben. Wie lange sind sie denn schon verheiratet?"
    
    "Seit fünf Jahren und es ist meine dritte Ehe, aber ich kenne Melanie schon viel länger."
    
    "Da sind sie aber noch einmal spät Vater geworden. Sind die beiden Zwillinge?"
    
    "Ja, aber alle vier sind mein ganzer Stolz. Deswegen kann und darf ich Julia und Devi nicht zusagen. Ich möchte weder meine Frau verletzen noch meine Kinder enttäuschen. Und für mich sind alle vier meine Kinder."
    
    Cornelia nickte und meinte, jetzt müsste ich nur noch die beiden davon überzeugen.
    
    "Wir wollten uns am ...
    ... Samstag treffen und ich hoffe, dass Julia dann soweit wieder fit ist. Darf ich fragen was ihr fehlt?"
    
    "Sie hat sich eine Blasenentzündung eingehandelt und das nicht das erstemal. Und da sie so schlank und zierlich ist, hat sie nicht sehr viel Widerstandskraft. So und jetzt gehen Sie zu ihrer letzten Anwendung für heute und für morgen wünsche ich Ihnen viel Glück und wohlgesonnene Götter."
    
    Als sie die Tür zum Vorzimmer öffnete, bekamen wir gerade noch mit, wie sich Devi schnell auf ihren Bürostuhl setzte. Sie hatte wahrscheinlich ein klein wenig gelauscht, was ihre gesunde Gesichtsfarbe erklären dürfte.
    
    Die Chefin verschwand wieder in ihrem Büro, Devi stand auf und kam auf mich zu. Sie sah mich ein wenig traurig an.
    
    "Also habe ich das richtig mitbekommen? Es gibt keine Chance für uns?" "Nein, Devi, zu meinem Bedauern weder für dich noch für Julia. Wenn du morgen meine Familie kennen lernst dann wirst du verstehen, warum. Sei mir bitte nicht böse."
    
    "Ich bin dir nicht böse, Arne, nur ein wenig traurig."
    
    Zwei kleine Tränen standen in ihren Augenwinkeln, die sie sich mit dem Handrücken wegwischte.
    
    "Das musst du nicht, Devi Anela. Du bist jung, hübsch und hast deine Zukunft noch vor dir. Ich nicht und auch Melanie hatte einige Zeit damit zu tun, sich daran zu gewöhnen. Aber die Kinder haben uns schließlich zusammen gebracht und dieser Verantwortung darf ich nicht ausweichen. Such dir einen jungen Mann, der zu dir passt, der dich liebt und der dich auf Händen ...
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