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Rehabilitationsmaßnahmen 02
Datum: 07.09.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... spitzbübisch und Elena war der Meinung, dass sie mich gar nicht kennt, das heißt, sie ignorierte mich vollständig. Mir wurscht, ich ließ mir mein Essen schmecken und schlürfte anschließend genüsslich meinen Schwarztee mit Zitrone. Ich verließ als letzter den Mittagstisch, satt, zufrieden und von keiner nervigen Frage belästigt. Sollte jeder sich seine eigenen Gedanken machen, es war mir egal. Um 15:00 Uhr öffnete das Café, ich genoss zwei Cappuccino und schrieb diese Zeilen. Nach dem Abendessen telefonierte ich mit meiner Familie, Nicole und Eveline, meinen beiden Großen, mit Mutter, Schwester und Nichte. Dann war ich Bettreif und freute mich schon auf morgen, wenn Mel und die Kinder nach dem Frühstück kommen würden. * * * Samstag, 01. Juli 2023 Sehr früh wach gewesen und auch unruhig geschlafen. Ich war schon um 7:00 Uhr im Speisesaal, also recht früh für einen Samstag. Miro, unser Deutsch-Rumäne schlurfte zu seinem Platz und schaute mich an. "Was du gämacht, hä? Die beiden Weibär sind sauär, weil du nix gäsagt, als sie gäfragt." "Hatte keine Lust, mir dummes Geschwätz anzuhören, Miro und jetzt sei still und lass mich in Ruhe frühstücken." Von dem, was er dann sagte, verstand ich nur die Hälfte, aber es interessierte mich auch nicht. Langsam wurde ich unruhig und etwas nervös. Wo blieben denn meine Mädchen? Ein Bick auf meine Uhr sagte mir, dass es noch mindestens eine Stunde dauern würde, bis sie eintrafen. Es war noch zu früh. Also noch eine ...
... Tasse Kaffee, um die Wartezeit zu überbrücken. Cornelia und Julia gingen am Speisesaal vorbei. Die Klinikchefin winkte mir zu, aber Julia bog ab und kam auf auf meinen Tisch zu. Ich bot ihr einen Stuhl an und besorgte ihr eine Tasse Kaffee. Den hatte sie auch nötig, denn sie sah noch immer sehr blass und nicht sehr gesund aus. "Hallo Julia, guten Morgen. Wie geht es dir. Warum bist du denn nicht liegen geblieben? Mädchen, du machst mir Kummer. Die ganze Woche habe ich mir Sorgen gemacht, weil ich nicht wusste, was dir fehlt. Gestern hat es mir Cornelia gesagt. Du gehörst ins Bett mit einer Wärmflasche auf dem Bauch." Julia lächelte spöttisch. "Jawohl, Herr Doktor. Jetzt muss ich mir schon von einem Patienten sagen lassen, wie ich mich zu verhalten habe. Vertauschte Rollen, wie?" "Ich meine es doch nur gut, Frau Patientin Doktor L., ich kenne diese Geschichte von meiner Mutter und weiß daher wie es dir geht. Es ist nicht böse gemeint. Julia." "Das weiß ich doch, Arne und ich danke dir für deine Sorge. Aber heute geht es mir wirklich besser und ich will unbedingt deine Mädchen kennen lernen." "Das sollst du auch, aber trink erst einmal in aller Ruhe deinen Kaffee, denn es dauert noch ein Weilchen, bis sie da sind." Susanne und Elena kamen in den Speisesaal. Später als gewohnt, vielleicht hatten sie gehofft, dass ich schon weg wäre. Susanne erstarrte förmlich, als sie erkannte wer da auf "ihrem" Platz saß, denn Julia war auch ihre Stationsärztin. Nachdem ...