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Rehabilitationsmaßnahmen 02
Datum: 07.09.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... immer nur Mädchen zusammen gebracht, keinen Jungen, war deswegen überhaupt nicht traurig. Wenn ich dann noch meine beiden Großen, Nicole und Eveline dazurechnete und Louise, meine Kleine, die jetzt 21 Jahre alt war und einen halben Kopf größer als ich, dann hatte ich allen Grund mir etwas einzubilden. Ich schlug vor, dass wir in den Kurpark gehen sollten. Dort gab es für die Kinder einen großen Spielplatz und für uns Erwachsene ein gemütliches Café, in dem es auch ein vorzügliches Mittagessen gab. Der Tag war ein voller Erfolg. Mel und Julia verstanden sich prächtig und für die Kinder war meine Ärztin so etwas wie eine Tante. Und die Überraschung war perfekt, als dann Devi doch noch auftauchte. Sie hatte lange mit sich gerungen, bis sie sich entschied zu kommen und wurde gleich in der Runde von allen willkommen geheißen. * * * Ein wirklich schöner Tag ging zu Ende als Melanie und die Kinder noch vor dem Abendessen heimfuhren, denn die Kleinen sollten nicht zu spät ins Bett. Zwar war morgen Sonntag, aber Mel würde wieder im Eisiglu stehen und hatte ja auch die Vorbereitungen zu treffen. Julia und Devi verabschiedeten sich auch, aber sie hatten unsere Einladung angenommen, uns irgendwann einmal zuhause zu besuchen. Das Abendessen verlief harmonisch, irgendwie gingen Susanne und Elena jetzt anders mit mir um und zwar im positiven Sinn. Kurz gesagt, es war ein perfekter Tag. * * * Sonntag, 02. Juli 2023 Ein entspanntes Frühstück um 7:00 Uhr mit ...
... Kaffee und Marmelade. Melanie hatte mir frische Croissants und Brezen mitgebracht, die ich auf den Frühstückstisch stellte, nachdem sie mir eine nette Küchenfrau noch einmal im Backofen leicht aufgewärmt hatte. Das war etwas anderes als das täglich gleiche Brot und die Weizenbrötchen. Alle griffen zu und in kurzer Zeit war die ganze Herrlichkeit verzehrt. Allmählich kam eine Unterhaltung auf und Susanne sagte, meine Familie könnte ruhig öfter kommen, wenn sie so gute Sachen mitbrächte. Aber daraus würde nichts werden, da ich am Donnerstag meinen letzten Tag in der Reha-Klinik haben würde. Die Chefärztin und Julia hätten gemeint, dass ich nach Hause gehen könnte und scheinbar begriffen hätte, wie ich auf keinen Fall weiterleben durfte, wenn ich weiterleben wollte. Meine Versicherung hatte außerdem gemeint, dass 4 Wochen genug wären und eine zweite Verlängerung abgelehnt. Dann halt nicht. Nach dem Frühstück zog ich mich um und ging ins Bad, wo ich bis zum Mittagessen schwamm, Wassergymnastik machte und versuchte, einmal längs durch das 25m-Becken zu tauchen. Vergeblich, wie ich betonen möchte und da merkte ich, was mir noch alles fehlte. Zum Mittagessen gab es eine gemischte Pilzpfanne. Vom Koch alle selbst gesammelt, bemerkte ich flapsig und gemischt deswegen, damit man die giftigen nicht so leicht erkennt. Als ich noch hinzufügte "Normalerweise stehen bei dem Essen immer 3 Rettungswagen mit Blaulicht vor der Haupteingangstür", da ließ die Begeisterung für das wirklich ...