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Rehabilitationsmaßnahmen 02
Datum: 07.09.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... von meinen Reisen mit und es hatte bisher auch keine Beschwerden gegeben. Also suchte ich mir das aus, was mir gefiel und wusste, es würde auch meinen Mädchen gefallen. Für Melanie fand ich eine zarte goldene Kette mit einem passenden Anhänger, der mit einem winzig kleinen Diamanten und Rubinen besetzt war. Für die Kinder fand ich Armbänder aus Schmucksteinen und Mineralien, teils von Gummibändern gehalten und für die beiden Größeren aus Metallgliedern. Und dann sah ich etwas und da ritt mich der Teufel. Eine schöne, stabile Silberkette mit einem Anhänger mit dem Ying-Yang-Symbol für Julia und das gleiche als Brosche für Devi. Besser konnten die Unwägbarkeiten des Lebens nicht dargestellt werden. Ich ließ alles von der Verkäuferin schön verpacken und schrieb einen langen Brief an Julia. Schwester Monika hatte ihren Zimmerschlüssel und ich legte das Päckchen mit einer Marzipanrose, die nicht so schnell verwelken würde, auf ihren Schreibtisch. Sie würde Augen machen, wenn sie ihr Zimmer betrat. Devi würde ich morgen vor dem Abschlussgespräch bei Cornelia ihr Geschenk geben. Das war auch kein Fehlkauf, denn ich hatte sie keinen Tag gesehen, an dem sie nicht so ein geschmackvolles Schmuckstück trug. Als ich dann bezahlte, wusste ich dass der Klinikaufenthalt teurer als erwartet war. Eine 4-köpfige Familie hätte von der Summe einen einwöchigen Urlaub auf dem Bauernhof machen können. Devi hatte am Montag frei gehabt, aber heute saß sie nach der Arbeit mit mir auf ...
... einen Kaffee, weil sie keine Ahnung hatte, was noch alles auf sie zukommen würde, mit mir im Café und wir hatten eine lange und angeregte Unterhaltung. Sie kam sogar mit zum Abendessen, was uns wiederum verwunderte Blicke einbrachte, aber das waren wir inzwischen ja schon gewöhnt und amüsierten uns darüber. Als dann auch noch Cornelia mit einer Tasse Kaffee an unseren Tisch kam, war die Verwirrung komplett, denn sie nahm, wenn sie länger Dienst machte, ihr Abendessen mit in ihr Zimmer. Aber Gewohnheiten sind da, um einmal gebrochen zu werden. Nach den täglichen Telefonaten, packte ich alle Sachen, die ich garantiert nicht mehr gebrauchen würde, im meinen Koffer und Rucksack und schon sah es im Kleiderschrank aufgeräumter aus. Danach noch einmal unter die Dusche, denn das nächste Mal würde es bei mir zuhause sein. * * * Mittwoch, 05. Juli 2023 Besonders gut hatte ich vor lauter Aufregung nicht geschlafen. Um 03:30 Uhr war ich das erste Mal wach gewesen und dann stellte sich der Schlaf nur noch im Halbstundenrhythmus ein. Heute hatte ich nur noch Koronar-Basis und Fango, wobei ich wusste, dass ich garantiert auf der warmen Matte einschlafen würde. Nicht einmal 2 Tassen starken, schwarzen Kaffee hatten mich munter gemacht. Wie sollte ich dann die Visite bei Cornelia überstehen? Bloß nicht die Brosche für Devi vergessen, wenn ich zum Abschlussgespräch ging. Wie vermutet war ich schon bei der Basisgruppe nicht wirklich bei der Sache und beim Fango pennte ich ...