1. Rehabilitationsmaßnahmen 02


    Datum: 07.09.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... noch nicht ganz zufrieden war, das war wie üblich mein Blutdruck. Der konnte zwar etwas gesenkt werden, aber noch nicht so weit, wie sie es gehofft hatte. Die Schwankungen wären auch schon Frau Doktor L. aufgefallen, aber auch sie hatte noch nicht heraus gefunden, was die Ursache dafür war. Es würden noch einige Untersuchungen, z.B. der Nieren und Nebennieren notwendig sein. Das Herz war aber laut Ultraschalluntersuchung jetzt wieder in Ordnung, oder wie sich der Ultraschall-Doktor auszudrücken pflegte "Tippitoppi".
    
    Cornelia meinte, sie sei soweit sehr zufrieden, die weiteren Dinge würden meine Hausärzte veranlassen. Ihr blieb nur noch übrig, die Arztberichte zu schreiben und sie mit dem Taxischein dann auf Station zu bringen.
    
    Wobei der Taxischein dann doch in der Rezeption zur Abholung bereitliegen würde.
    
    Ich dankte ihr für all ihre Bemühungen und die ihres Teams und versprach in absehbarer Zeit wieder einmal vorbeizuschauen.
    
    Sie meinte, ich hätte noch ein paar Minuten, um mich von Frau Sinaratis zu verabschieden. Sie schob mich regelrecht ins Vorzimmer und schloss die Tür hinter mir.
    
    Devi schaute mich ein wenig traurig an stand von ihrem Bürostuhl auf und kam zu mir.
    
    Ich fasste ihre beiden Hände sanft und schaute ihr in ihre schönen braunen Augen, in denen zwei kleine Tränen standen.
    
    "Devi, es war mir eine große Ehre, dich kennen zu lernen und mein Tag war erst schön, wenn ich dich gesehen habe. Du bist eine ganz besondere Frau, sie ich sehr gerne mag ...
    ... und die ich sicher lieben könnte, wenn ich frei wäre. Du bist eine eigene und besondere Persönlichkeit und ich hoffe, dich nicht nur einmal wieder zu treffen. Wie ich Cornelia sagte, werde ich bei passender Gelegenheit, zum Beispiel wenn ich in Freiburg bin bei euch vorbei kommen. Ich werde dich nicht vergessen, denn die Momente, die wir geteilt haben, kann und will ich niemals vergessen. Ich wünsche dir für deine Zukunft alles erdenklich Gute und alles Glück diese Erde. Und ich bin mir sicher, dass du es finden wirst."
    
    Nun brachen bei Devi alle Dämme, sie schlang ihre Arme um mich, legte ihren Kopf auf meine Schulter und ließ ihren Tränen freien Lauf. Ich streichelte zärtlich über ihr schönes langes Haar, bis sie sich wieder ein wenig beruhigt hatte. Ich sah die Tränen in ihrem Gesicht und tupfte sie mit einem Papiertuch weg, dann schob ich sie etwas von mir
    
    "Bitte schließe mal kurz deine Augen, mein Engel".
    
    Sie schaute mich verwirrt an.
    
    " Ja, aber... "
    
    "Bitte Devi, mach es einfach und nicht schummeln."
    
    Devi tat, wie ich ihr geheißen und presste ihre Augen fest zusammen.
    
    Vorsichtig entfernte ich die Brosche, die sie an ihrer Bluse trug, legte sie auf den Schreibtisch und ersetzte sie durch mein silbernes Ying - Yang - Schmuckstück.
    
    "Jetzt darfst du wieder gucken", lachte ich und war auf ihre Reaktion gespannt.
    
    Vorsichtig und zögernd öffnete sie ihre Augen und blickte an sich herunter. Dann sah sie, was sie an ihrer Bluse trug, riss überrascht ihre ...
«12...454647...50»