1. Rehabilitationsmaßnahmen 02


    Datum: 07.09.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... und Neuankömmlinge um uns herum und floh dann regelrecht in ihr Büro.
    
    Cornelia schüttelte den Kopf, verabschiedete sich förmlich von mir und meinte kopfschüttelnd: "Es wird Zeit, dass Sie nach Hause kommen, Herr N., sonst weiß ich nicht, ob ich meine Sekretärin nicht doch noch auf Reha schicken muss. Wenn Sie in der Nähe sind, dann ist mit Devi so gut wie nichts mehr anzufangen. Und ich brauche sie wirklich, ohne sie könnte ich meine Arbeit nicht erledigen. Ich hoffe doch, dass sie sich in den nächsten Tagen wieder beruhigt und zu ihrer alten Form zurückfindet. Und ihnen wünsche ich alles erdenklich Gute und dass ich Sie nur als Gast und nicht noch einmal als Patient in unserem Haus begrüßen darf. Und ich freue mich schon auf ihr Buch." "Ich werde Ihnen einen Vorabdruck zuschicken und ihn von Ihnen absegnen lassen. Wenn Ihnen etwas nicht gefällt, dann lassen Sie es mich wissen, damit ich reagieren und ändern kann."
    
    Cornelia würde das Buch mit den Bildern und Texten erhalten, während Devi und Julia diese Version in den Händen halten würden. Aber wie gesagt, ich war mir ganz und gar nicht sicher, dass Devi sie nicht nur einen Blick in ihr Exemplar werfen lassen würde.
    
    Julia hatte mir am frühen Morgen eine ellenlange Mail aus Berlin geschickt und als ich gelesen hatte, da musste ich heulen. Ich würde ihr so sehr fehlen und wenn sie am Morgen aufwachte, dann würde sie neben sich greifen, aber ich wäre nicht da. Sie käme erst nächstes Wochenende wieder nach Bad ...
    ... Krozingen zurück, würde mich also nicht mehr antreffen, aber in 6Wochen hätte sie Urlaub und ob sie uns dann besuchen kommen könnte?
    
    Ich werde mich auf sie freuen und Mel und die Kinder ebenso und ich hätte im Erdgeschoß dann eine Einzimmerwohnung für sie frei, die ich sonst kurzfristig immer an Handlungsreisende oder Firmenvertreter vermieten würde. Sie bräuchte sich dann kein Zimmer zu suchen, denn Kost und Logis wären mit dabei.
    
    Nun ging es ins Schwesternzimmer zu Verabschieden, danach packte ich meinen Koffer und den Rucksack auf ein Wägelchen und holte meinen Taxischein bei der netten Rezeptionistin ab. Wir würden zu dritt ein Großraumtaxi bekommen, denn ein Mitreisender, der in Höhenschwand wohnte, hatte seinen Rollstuhl dabei und Nummer 3 musste bis nach Waldshut. Also alle in die gleiche Richtung, aber ich würde als Erster aussteigen.
    
    Dann kam das Auto und der Fahrer konnte kaum austeigen, weil er komplett überdehnte Bänder im linken Knie hatte. Auf meine Nachfrage erklärte er, dass er keine Zeit hätte zum Arzt zu gehen, er müsste ja schließlich Patienten fahren. Auch ein Grund sich vor einem Arztbesuch zu drücken.
    
    Und seine Fahrpraxis hatte er wahrscheinlich in Indien gemacht. Eine Hand ständig auf der Hupe, mit der anderen fuchtelte er laut auf die anderen Verkehrsteilnehmer schimpfend in der Luft herum und mit dem rechten Knie versuchte er das Lenkrad zu bedienen. Ich hatte auf dem Beifahrersitz Platz genommen, denn der mittlere vordere Sitz wurde von Gerümpel ...