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Schicksalsschläge
Datum: 10.10.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... noch zwei Ehepaare als Feriengäste zum Langlaufen da und um die würde er sich kümmern. Theo fuhr los und wieder einmal war er dankbar für den Allradantrieb. Die Nebenstraßen waren verschneit und nur teilweise geräumt, erst ab der Hauptstraße konnte er das Tempo etwas forcieren, da dort geräumt und gestreut war. * * * Als sie das Krankenhaus erreichten, waren die Kinder fast nicht mehr zu bremsen. Sie konnten es kaum noch erwarten, endlich ihre Mutter wieder zu sehen. Theo nahm Cleo und Fabi bei den Händen, während Renate die beiden Großen einbremste. Er fragte an der Rezeption nach und bekam Sylvias Zimmernummer mitgeteilt. Dann redete er noch kurz mit den Kindern, um ihnen zu sagen, dass sie bei aller Wiedersehensfreude etwas leise sein sollten, da er nicht wusste, wie es mit der Gehirnerschütterung von Sylvia stand. Renate eilte etwas voraus, denn auch sie wollte ihre Tochter so schnell wie möglich in ihre Arme schließen. Einmal kurz an die Tür geklopft und schon stürmte sie auf Sylvias Bett zu. "Hallo, mein Schatz, schön dich zu sehen. Wie geht es dir?" Obwohl Sylvia noch ziemlich blass war, strahlte sie, als sie ihre Mutter und die Kinder sah. Das hatte sie wohl nicht so schnell erwartet. Sie wollte gerade etwas sagen, da sah sie Theo mit ihrer Tasche im Hintergrund stehen. Sie hielt sich mit ihrer Rechten den Mund zu und hatte die Augen voller Erstaunen aufgerissen, als sie ihren Besuch erkannte. Jeden anderen hätte sie wohl erwartet, aber nicht ...
... Theo. Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Und was sie auch noch irritierte war, dass sich Fabienne an Theo klammerte und seine Hand gar nicht mehr loslassen wollte. Renate bereinigte die Situation, indem sie Sylvia einen groben Überblick gab, was Theo mit der ganzen Angelegenheit zu tun hatte und wie ihr Unfall abgelaufen war. Sylvia lag eine ganze Zeitlang reglos da, als müsste sie das Gehörte erst einmal verdauen. Dann streckte sie ihre Hand zu Theo hin. "Komm her zu mir, Theo. Ich danke dir von ganzem Herzen für das, was du für meine Familie und für meine Kinder getan hast. Ich weiß gar nicht, wie ich das wieder gutmachen kann." "Oooch, das ist doch gar nicht der Rede wert, Sylvia. Ich war halt da und konnte helfen," erwiderte Theo verlegen. Er ergriff ihre Hand und erwiderte ihren sanften Händedruck. Fabienne erzählte ihrer Mutter auf ihre eigene Art und Weise, was gestern und an diesem Tag alles passiert war, sie wurde fast atemlos, als sie alles durcheinander brachte, bis Sylvia sie an sich drückte und sie so zur Ruhe brachte. Renate schob einen Stuhl zu Theo hin, weil sie wusste, dass er immer noch ein paar Probleme mit seinen Hüften und Beinen hatte, wenn er länger stehen musste. Er nickte ihr dankbar zu und wie aus Versehen rutschte er ziemlich nahe an Sylvia heran. Die ganze Zeit hatte er ihre Hand nicht losgelassen und auch sie hatte keinen Versuch unternommen, sie ihm zu entziehen. Fabienne und Cleo richteten sich auf seinen Knien häuslich ein, ...