1. Schicksalsschläge


    Datum: 10.10.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... nichts. Dann sah sie Theo offen ins Gesicht, schluckte einmal, als wenn sie sich nicht sicher war, dass sie das, was ihr im Herzen brannte und auf der Zunge lag, auch aussprechen sollte. "Ich will diesen Weg aber nicht alleine gehen, Theo. Ich will einen Partner, dem ich voll vertraue und der mich genauso liebt, wie ich ihn in Zukunft lieben werde. Theo, bist du dazu bereit und fähig, willst du für mich, für meine Kinder, meine Mutter und meinen Schwiegervater da sein?"
    
    Jetzt war es an Theo, dazusitzen und ungläubig zu schauen. Er war sich nicht sicher, ob er das richtig verstanden hatte, was Sylvia zu ihm gesagt hatte.
    
    "Äääähhh . . ., Sylvia, meinst du das ernst, oder wie soll ich das verstehen?"
    
    "Habe ich mich undeutlich ausgedrückt, Theo? Ich bin noch nicht zu alt, um noch einmal mit dir anzufangen. Und nur mit dir! Ich kenne dich schon so lange und habe dich damals geliebt. Vielleicht nicht so, wie eine Frau ihren Mann lieben sollte. Und jetzt sitzt der Mann, dem ich vielleicht mein Leben verdanke an meinem Bett und traut meiner Liebeserklärung nicht. Theo, ich will dich, ich habe gemerkt dass ich dich immer noch liebe, vor allem nachdem was du für uns getan hast. Ich will dich als Mann, als Bauer und vor allem als Vater für meine Kinder. Meine Kinder mögen dich und Fabienne liebt dich heiß und innig. Du bist für sie der Vater, den sie ja nie richtig kennen gelernt hat, weil sie noch ein Baby war, als Michael verunglückte. Und meine Kinder sind alles für mich ...
    ... und sollen nicht ohne Vater, der sie leitet und der ihnen den richtigen Weg zeigt, groß werden. Ja, Theo, ich will mit dir zusammen leben, alt werden und für dich da sein. Ich will den Mann, dem ich vertraue, an den ich mich anlehnen kann, wenn ich seine Unterstützung brauche und der mir seine Liebe und seinen Schutz gibt. Bist du dazu bereit, Theo?"
    
    Theo war für einige Augenblicke sprachlos. Er hatte alles erwartet, aber so etwas nicht. Wie hatte sie sich doch verändert. Früher wären solche Worte niemals über ihre Lippen gekommen.
    
    Er beugte sich zu ihr, fasste beide Hände ganz vorsichtig und zart an und hauchte kleine Küsse auf ihre Fingerspitzen. Sylvia blickte ihn mit großen brauen Augen an, als er ihr herzförmiges Gesicht in beide Hände nahm.
    
    "Ja, ich will, ich will es so unendlich. Mein Traum wird wahr, Sylvie, Endlich kann ich dich wieder in meine Arme nehmen und dir sagen, wie sehr ich dich liebe. Ich habe nie aufgehört dich zu lieben und jetzt wurden meine Gebete erhört. Ich liebe dich und werde für dich und die Kinder da sein. Ich werde versuchen sie so groß werden zu lassen, als wären sie meine eigenen Kinder. Ich werde für sie sorgen und beschützen, so dass ihnen nichts geschehen kann. Und ich will dir all meine Liebe geben, zu der ich fähig bin. Ich liebe dich so sehr und das wird auch für immer so bleiben."
    
    Sylvia seufzte tief auf, umfasste Theo mit ihren gesunden Arm und lehnte ihren Kopf an seine Brust. Er strich ihr über die Haare und streichelte ...
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