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Schicksalsschläge
Datum: 10.10.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... aufzulegen. Sylvia kam aus der Kasse zu ihm und half ihm, so dass es nicht so anstrengend für ihn wurde. Theo nickte ihr dankbar zu und sie lächelte ihn an. Ihm war, als würde die Sonne noch einmal aufgehen und es wurde ihm warm ums Herz. Sylvia zog seine Einkäufe über das Scannerfeld, kassierte und dann kam sie wieder aus ihrer Kasse hervor. Sie stellte ein Schild mit dem Aufdruck „vorübergehend nicht besetzt" auf das Band und half Theo seine Sachen im Wagen zu verstauen. Als er sich bei ihr bedankte, schüttelte sie ihren Kopf. „Schon gut, Herr Wellmann, das habe ich doch gerne gemacht. Haben Sie ein wenig Zeit?" Theo sah sie fragend an. „Ich habe gleich Feierabend", fuhr sie fort und deutete auf das Café. „Ich würde gerne mit ihnen einen Kaffee trinken und mich etwas mit ihnen unterhalten. Ich muss nur noch schnell die Kasse übergeben und meine Sachen holen." Er nickte überrascht und sagte freudig erregt zu. Es würde ihm gut tun, sich mit jemanden zu unterhalten, der ihm sehr sympathisch war. Er bestellte zwei Kaffee am Tresen und Christina brachte sie an seinen Tisch. Sylvia kam aus dem Kassenbereich zu ihm und Theo stand auf und schob ihr einen Stuhl zurecht, was sie mit zustimmendem Blick dankte. Dann begann erst zögernd eine Unterhaltung, die im Lauf der nächsten Stunde immer privater und persönlicher wurde. Sie erfuhren Dinge voneinander, die eigentlich sonst nur sehr intime Freunde oder andere Familienmitglieder wussten. Als sie sich später ...
... trennten, brachte Theo Sylvia zu ihrem Auto und sie wussten beide, dass dies nicht die letzte Unterhaltung zwischen ihnen gewesen war. * * * Im Lauf der nächsten Monate trafen sich die beiden immer öfter, aber dann fiel ein Schatten auf ihre Beziehung. Theo hatte festgestellt, dass er Probleme mit seiner Männlichkeit bekam. Der Sex ging bei ihm nur noch vom Kopf bis zur Gürtellinie, ab da rührte sich fast nichts mehr. Oh ja, spritzen konnte er noch wie ein C-Schlauch der freiwilligen Feuerwehr, ab er brachte sein bestes Stück nicht mehr in den aufrechten Stand. Als hätte man ihm Hängolin verabreicht. Auch Sylvia hatte das festgestellt und hatte ihn daraufhin zum Arzt geschickt. "Weißt du Theo," sagte Doktor Sven K., sein Hausarzt zu ihm, "bei deinem Tablettenkonsum nach dem Unfall ist so etwas schon möglich. Die Herz- und Kreislauftabletten, das Metformin gegen Diabetes, die Blutverdünner und die Betablocker können sich sicher auf deine Manneskraft auswirken. Und da hilft auch Viagra nicht. Wir müssen deinen körperlichen Zustand wieder auf einen einigermaßen normalen Level bringen, damit wir deine Medikamente reduzieren können. Aber ich sage dir, das wird nicht leicht und geht auch nicht so schnell." "Wie lange wird denn so etwas dauern?", wollte Theo wissen. "Nun, wenn du dich in deiner Ernährung umstellst, deinen Zuckerwert und die Nierenwerte in den Griff bekommst, dann schätze ich so drei bis vier Jahre. Und so lange wird sich deine hübsche Freundin ...