1. Schicksalsschläge


    Datum: 10.10.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... seinem Lichttisch auf Papier und begann zu zeichnen und zu entwerfen. Nach zwei Wochen hatte er 8 neue Designs für die Trikots entworfen, fuhr in die Schweiz und legte sie seiner ehemaligen Firma vor. Zu seinem Erstaunen wurden alle Entwürfe akzeptiert und angenommen und er erhielt eine stattliche Summe in Fränkli bar auf die Hand.
    
    Von den Trikots wurden einige Probeexemplare gedruckt, die bei der ISPO in München den Vereinen zur Ansicht vorgelegt wurden. Theo war sehr gespannt, wie viele Exemplare davon in der nächsten Saison gefertigt werden würden.
    
    In der ganzen Zeit hatte er alles daran gesetzt, Sylvia nicht über den Weg zu laufen, denn er war sich nicht im Klaren darüber, wie er das verkraften würde. Also ging er auch nicht mehr im Dorf einkaufen, sondern fuhr immer ins Rheintal nach Laufenburg hinunter, um sich mit allem Lebensnotwendigen zu versorgen.
    
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    So gingen etliche Jahre ins Land.
    
    Theo war noch zweimal auf Reha gewesen und sein Gesundheitszustand hatte sich wesentlich verbessert. Er hatte sine Diabetes im Griff, seine Nierenwerte hatten sich stabilisiert und durch den Sport, den er mit Ergometer und Rudermaschine betrieb, hatte er sich nicht nur körperlich zum Besseren verändert. Nebenbei ging er viel zum Schwimmen und sogar das Mountainbike fahren hatte er begonnen. Und mit der Verbesserung seines Gesundheitszustandes ging auch eine Steigerung seines Selbstbewusstseins einher.
    
    Einige seiner Trikots wurden weltweit ein großer Erfolg, er ...
    ... versorgte fast die gesamte DEL, 1. und 2. Liga, die Schweizer Nationalmannschaft und die österreichische Eishockeyliga; sogar zwei NHL-Clubs hatten sich damit eingedeckt. Damit war er in einen Markt eingebrochen, der sonst nur von nordamerikanischen und kanadischen Firmen beherrscht wurde.
    
    Von seiner Rente aus der Schweiz und Deutschland konnte er einigermaßen gut leben, ohne sich einschränken zu müssen, seine Rechte und Beteiligungen am Verkauf der Trikots sorgten für eine finanzielle Grundlage und von der Versicherung des Unfallverursachers hatte er eine ordentliche Summe an Schmerzensgeld erhalten. Zweimal war er, ohne einen Zusammenbruch zu erleiden, Sylvia begegnet und hatte sogar ein paar Worte mit ihr gewechselt. Sie war jetzt fast 40 Jahre alt, war immer noch sehr hübsch und attraktiv und hatte inzwischen mit Michael 4 Kinder. Der Bauernhof florierte und sie hatten einen Anbau für Sommergäste errichtet. Theo kam zu dem Schluß, dass er mit der Situation umgehen konnte und sich um eine neue Beziehung kümmern konnte.
    
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    Er hatte in der letzten Zeit im Markt des Öfteren eine Frau gesehen, die ihn faszinierte. Sie war ihm aufgefallen, weil eigentlich nichts besonders Auffälliges an ihr war. Sie mochte etwa in seinem Alter sein, vielleicht ein paar Jahre älter und als er sie das erste Mal bemerkte, kam ihm sofort der Spitzname "die Eiskönigin" in den Sinn. Die Haarfarbe ihrer modischen Kurzhaarfrisur war blond mit einem Hang ins Silberne und Graue und sie wirkte ...
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