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Mittagspause
Datum: 04.02.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... anders seine Sinne erreicht. Sein Denkvermögen hat Pause. Wie im Rausch bohrt er sich hart und stetig schneller werdend in ihren nassen Schoß. Sein Orgasmus rauscht heran, den er weder kontrollieren will noch kann. Zwei weitere tiefe Stöße genügen, um sein Sperma herausschießen zu lassen und sein Gehirn mit Glückshormonen zu überschwemmen. Einen Moment lang nimmt er die Welt nur noch wie durch einen Schleier wahr. Seine Bewegungen werden langsamer, bis auch die letzte Erregungswoge abgeflaut ist. Er schwitzt und sein Herz hämmert. Während er sich vorsichtig aus ihr zurückzieht, wird ihm schlagartig bewusst, wie er sich verhalten hat: egoistisch, ohne Mitgefühl, rücksichtslos. Er hat sich komplett gehen lassen und keinen Gedanken daran verschwendet, was seine Frau empfindet. Schuldbewusst und zögerlich schaut er sie an. Dörte atmet immer noch schwer. Bei jedem Atemzug hebt und senkt sich ihre Brust. Davon abgesehen liegt sie regungslos auf dem Tisch. Ihre Beine hängen locker über seinen Schultern. Ihre Wangen sind feuerrot. Die Augen hat sie weiter geschlossen. Olav versucht, ihre Gesichtszüge zu lesen. Seine Frau wirkt auf ihn weder wütend noch verärgert. Eher scheint es, als lächle sie. Erleichtert hebt er ihre Beine an, schiebt sie auseinander und stellt sie wieder auf den Boden. Dann beugt er sich über sie, so dass er ihren Oberkörper spüren. Einen kurzen Moment genießt er den Kontakt zu ihrem warmen und weichen Körper. Schließlich küsst er sie zärtlich auf den Mund und ...
... flüstert in ihr Ohr: „Das war großartig. Ich danke Dir." Dörte ist überwältigt von ihren Gefühlen. Sie schweigt lieber, weil sie nicht weiß, was sie sagen soll. Um nicht vor Glück zu weinen, presst Dörte die Augen fest zusammenpressen. Nicht im Traum hat sie sich vorstellen können, wieviel intensiver sie empfindet, wenn sie sich ausliefert, wenn sie sich vollständig seinen Wünschen unterwirft. Aber nicht nur Glück erfüllt sie, auch Stolz - auf ihren Mann, aber auch auf sich selbst. Sie hatte lange mit sich gerungen und musste ihren ganzen Mut zusammennehmen, um Olav ihre sexuellen Wünsche zu gestehen, ohne zu wissen, ob er verständnisvoll reagieren und bereit sein würde, ihr entgegenzukommen. Nun hat auch er Gefallen gefunden an ihrem Spiel von Über- und Unterordnung. und sein Erleben "großartig" genannt. Ihr Wagnis hat sich also gelohnt. Sie kann darauf hoffen, dass ihr sexuelles Dasein künftig ein anderes, ihr besser entsprechendes werden wird. Ein größeres Geschenk hätte Olav ihr kaum machen können. Während Olav seine Hosen hochzieht, mustert er seine Frau verstohlen. Warum schaut sie ihn nicht an und sagt auch nichts? Ist er doch zu grob gewesen? Er könnte sie fragen, ob er etwas falsch gemacht hat. Aber das erscheint ihm unangemessen. Es würde ihre Inszenierung platzen lassen, da sie von ihm Dominanz verlangt. Je länger, er sie anschaut, desto unwahrscheinlicher erscheint ihm, dass sie verärgert ist. Seine Frau ist nicht feige. Wenn sie sauer wäre, hätte sie es ihm ...