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Doro 07: Schwere Entscheidungen
Datum: 20.02.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,
... Macht er über die Kleine ausübte. Worte waren seine Welt und zu erleben, was er damit bewirkte, berauschte ihn. Ungewohnt schnell kam er selbst an den Punkt, wo es kein Zurück mehr gab. Noch mühte er sich mit aller Willenskraft, es aufzuhalten. Als sie dann noch vor ihm kam, war es auch um ihn geschehen. Ein kehliges Grollen gab er von sich, während er völlig von sich eingenommen an sich herabsah und Ladung um Ladung seines Spermas abschoss. Die zähen, weißen Stränge trafen das Mädchen, das sich ekstatisch vor ihm wand, auf Wange und Schulter. Heftig nach Luft schnappend kam er zurück auf den Boden der Tatsachen und betrachtete die Misere, die er angerichtet hatte. Das sah nach riesigem Ärger aus, den er sich eingebrockt hatte. Hastig holte er ein Tuch aus dem Fahrzeug und reichte es ihr zusammen mit der Wasserflasche. „Hier. Mach dich sauber." Sie rappelte sich auf, besah sich im Seitenspiegel und versuchte, die Spuren seiner Tat zu beseitigen, was ihr aber nur unvollkommen gelang. Thomas marschierte derweil auf und ab und schlug sich mit der Faust gegen die Schläfe, als ob er damit frische Idee auslösen könnte. „Mist, Mist, Mist", brabbelte er. Genau betrachtet hatte er die Anweisung, sie nicht zu berühren, nicht übertreten. Doch bezweifelte er, dass sein Auftraggeber derartige Feinheiten berücksichtigen würde. Ebenso wenig konnte er darauf hoffen, dass der Boss über ausreichend Humor oder Nachsicht verfügte, um seine Handlung nicht als ...
... Regelübertretung zu werten. Er erwog, mit seinem Fahrgast über die Grenze abzuhauen. Oder noch einfacher: Er könnte sie hier zurücklassen, und untertauchen. Nachdenklich ließ er seinen Blick in die Ferne schweifen. * Notdürftig gesäubert stand Doro neben dem Auto. Sie hatte die Hände vor sich gefaltet und das Tuch darin zusammengeknüllt. Der komische Geruch, den sie wahrgenommen hatte, wollte nicht verfliegen. Vielleicht bildete sie sich das aber auch nur ein. Fügsam wartete sie, bis sie angesprochen wurde oder man ihr bedeutete, was sie tun sollte. Derweil beobachtete sie aus den Augenwinkeln, was ihr Führer tat. Er schien aufgebracht. Sie hoffte inständig, dass sie nichts falsch gemacht und damit seinen Unmut verursacht hatte. Ihre Unsicherheit kehrte zurück. Sie fühlte sich, als sei sie aus der geordneten Welt des Gefängnisses, in der nicht nur der Tagesablauf straff geregelt war, sondern ihre Herrin alles Private für sie entscheiden hatte, ins pure Chaos gestoßen worden. Kurzzeitig hatte es den Anschein gehabt, als hätte Thomas als Tanjas Nachfolger die Kontrolle übernommen, als wisse er, was zu tun sei. So wie er sich jetzt gebärdete, kamen ihr erhebliche Zweifel daran. Unsichtbare Mauern bröckelten. Zögerlich formte sich ein unerhörter Gedanke hinter ihrer Stirn: Sie würde selbst entscheiden müssen, was sie als nächstes unternahm. * Seine Idee, abzuhauen und unterzutauchen, verwarf Thomas wieder, nachdem er seine Gedanken einigermaßen sortiert hatte. Das würde ...