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Schlampe Yvonne 06
Datum: 16.03.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,
... „Noch paar Meter", flüsterte Nadine auf dem Weg durch die edle Parfumabteilung, die an einen kleinen Buchladen anschloss und Richtung Ausgang des Kaufhauses führte. „Ich hab das noch nie gemacht", flüsterte meine Freundin, starr nach vorne blickend, so leise, dass nur ich es hören könnte. „Glaubst du etwa ich?", entgegnete ich. „Mir war jetzt einfach danach." Ein Lächeln zuckte über das Gesicht meiner Freundin. Noch ein paar wenige Schritte, und dann würden wir an der frischen Luft sein. Ich malte mir aus, wie ich einfach los rennen würde, mit Nadine Händchen haltend den ganzen Kudamm hinab, laut lachend, vor Freude und sich lösender Anspannung auf und ab hüpfend. Ich konnte bereits die Sonnenstrahlen sehen, die durch den großen Eingang des Kaufhauses strahlten. Mein Magen zog sich ein letztes Mal zusammen, bevor sich gleich die Anspannung lösen würde. Ich nahm mir vor, Nadine wild zu küssen, mitten auf dem Kudamm, egal was die Passanten über die beiden verrückten Mädels denken würden. Ich spürte das Bedürfnis in mir aufsteigen, meiner Freundin nahe zu sein. Würde mit ihrer Zunge spielen, meine um die ihre herumwirbeln lassen, sie schmecken. Genau vor dem Ausgang baute sich ein Mann in einer blauen Jacke vor uns auf. Hätte ich nicht so sehr auf den Ausgang gestarrt, hätte der Typ mir sofort auffallen müssen. Wunderbares Sommerwetter und er trug eine Jacke. Für den Rückzug war es jetzt zu spät. Einen Moment dachte ich drüber nach, mich umzudrehen und einfach ...
... drauf los zu rennen, aber im selben Moment, als ich meinen Kopf drehte um eine Fluchtmöglichkeit zu erspähen, trat der Kerl einen weiten Schritt auf uns zu. Nadine schien den gleichen Gedanken gehabt zu haben wie ich und versuchte zu reagieren. Der Kerl in der blauen Jacke war jedoch überraschend flink und ergriff den Arm meiner Freundin, die sich noch versuchte los zu reißen und mit lautem Gekreische eine Szene anfing. „Eyyyy, loslassen! Lass mich sofort los!!!" „Was wollen Sie von der Dame?", mischte sich ein Herr älteren Semesters ein, wurde jedoch von dem Typen sofort mit einem knappen „Ich bin Detektiv, bitte gehen Sie weiter." abgeschmettert. Wie nicht anders zu erwarten war, bildete sich schnell eine kleine Traube Schaulustiger um die Situation am Ausgang des Kaufhauses. Die kleine Menge konnte beobachten, wie Nadine den Absatz ihrer Schuhe auf den Fuß des Kerls zu hacken versuchte. Wild fuchtelte sie um sich herum, allerdings war augenscheinlich, dass meine Freundin chancenlos war. Mir blieb gar keine Zeit darüber nachzudenken, wie unangenehm die Situation war. Ich stand wie versteinert neben Nadine und rührte mich keinen Schritt. Dabei hätte ich einfach los laufen können, doch das wollte ich meiner Freundin nicht antun. Das wäre feige gewesen. Hier mussten wir nun gemeinsam durch. „Hau ab, Yvonne! Renn!", raunte mich Nadine an, die sich gegen den kräftigeren Detektiv geschlagen geben musste, sich zwar versuchte aus der Umklammerung zu lösen aber sichtlich ...