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Schlampe Yvonne 06
Datum: 16.03.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,
... Erstmal machen und dann über die Konsequenzen nachdenken hieß meine Lebenseinstellung und mit Nadine hatte ich vielleicht endlich eine Seelenverwandte gefunden, mit der sich dieser Spaß am Leben teilen ließ. „Alles gut bei dir?", holte Nadine mich aus meinem kurzen Tagtraum zurück in die Realität. Wir bummelten den Kudamm hinab und ich war tatsächlich so sehr in meinen Gedanken versunken, dass ich gar nicht mitbekommen hatte, wie meine Freundin mir die geöffnete Sektflasche gereicht hatte. „Ähhh... ja, alles fein", antwortete ich kurz und knapp überrascht über mich selbst. Die Gedanken und die Geschwindigkeit, mit der alles auf mich einprasselte, schien mich ein wenig zu überfordern. Noch vor einigen Monaten hätte ich nicht daran gedacht, jemals mit einem verheirateten Mann auf ein Hotelzimmer zu gehen. Dass ich dafür auch noch mein Taschengeld signifikant aufbesserte, nein, das wäre völlig undenkbar gewesen. Was wohl meine Familie, meine Geschwister und Eltern, davon halten würden? Ich tat gut daran sicher zu stellen, dass die das nie rausfinden würden. Begeistert wären sie jedenfalls sicherlich nicht gewesen. Das war die eine Sache. Die andere Sache war meine Beziehung zu Nadine. Von einer Arbeitskollegin war Nadine in kurzer Zeit zu einer Freundin geworden. Ich würde sogar behaupten zu der besten Freundin, die ich jemals hatte. Vor ungefähr einem halben Jahr hatte ich meine solide Beziehung zu Torben beendet um Hals über Kopf bei Matthias einzuziehen. Im ...
... Nachhinein war das eine rein lustgetriebene Entscheidung gewesen. Torben, der genauso wie ich 19 Jahre alt war und vor mir keine Freundin hatte, konnte meine Bedürfnisse nicht befriedigen. Sicherlich hätte ich bei dem Arzt-Sohn eine solide, sichere Zukunft gehabt. Aber aus dem Fremdgehen mit Matze, dem One Night Stand nach der Geburtstagsparty einer Freundin, war eine heiße Beziehung entstanden. Ich liebte es, von ihm gefickt zu werden. Hatte mich im letzten halben Jahr ganz und gar seiner Lust verschrieben. Und diese Lust war gefühlt unendlich. Mehrmals täglich hatten wir in allen erdenklichen Situationen gevögelt. Nach dem Aufstehen genauso wie nach dem Mittagessen oder zum Einschlafen. Und zwischendurch sowieso, wenn wir gerade Lust hatten. Aber Matze war ein Versager. Von Arbeit wollte er nichts wissen. Irgendwie fand ich es geil, dass Matze in den Tag hinein lebte, aber meiner Meinung nach sollte ein vernünftiger Kerl in der Lage sein, meine Bedürfnisse auch abseits des Bettes zu befriedigen. Und dazu war der gelernte Handwerker nicht annähernd bereit. Als ich Matze kennen gelernt hatte, war ich eher ein graues Mäuschen, ein Mauerblümchen gewesen. Gedeiht in den Fängen meiner spießigen Familie. Eltern, die stolz darauf waren, dass ich mit dem ebenso spießigen Torben einen „guten Fang" gemacht hätte, der ja wunderbar für meine Zukunft sorgen könnte. Über meine Geschwister wollte ich gar nicht erst nachdenken. Sofia, meine 22-jährige große Schwester, redete meinen Eltern ...