1. Römische Fesseln 01


    Datum: 13.04.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... sich unter ihren Uniformen tatsächlich stählerne Halsreife abzeichnen könnten. Und genau auf diese richtete ich all meine Aufmerksamkeit, die ich so früh am Morgen aufbringen konnte. Enttäuschender Weise war jedoch nichts zu erkennen. Doch wenn ich es weiter versuchte, würde ich hoffentlich nicht Leni's übertrieben fröhlicher Stimme zuhören müssen.
    
    „Die Giorni di libertà gehen über drei Tage und werden vor allem in der Innenstadt gefeiert. Es wird diverse Musik auf Bühnen in der ganzen Stadt gespielt und abends laden die Schänken auf ein Glas Wein ein. Das besondere Merkmal der Tage ist die knappe oder sogar fehlende Kleidung der Besucher. Es wird sogar ausdrücklich dazu geraten, nicht mehr als die Hälfte des Körpers zu bedecken. Ansonsten kann es passieren, dass Einheimische beim Entkleiden nachhelfen."
    
    Aus welchem Reiseführer auch immer Leni das runter rasselte, sie hatte sofort meine Aufmerksamkeit. Vor allem beim letzten Teil war ich ganz Ohr. Annette (im Versuch Leni es Leni gleich zu tun bestand sie auf die Abkürzung Nette) ging es genauso.
    
    Seitdem es wieder Sklaverei gab, kam, früher oder später, jeder damit direkt in Berührung und machte seine Erfahrungen. Bei uns passierte das in Form der Sexsklavin, die sich Leni's Vater nach der Scheidung anschaffte. Plötzlich öffnete eine nackte Frau die Tür, saß kniend neben ihrem essenden Herrn oder wartete an irgendeiner Kette im Haus auf ihre Strafe. Wie sich das auf eine Jugendliche auswirkte, kann sich jeder ...
    ... denken.
    
    Leni's Mutter war fuchsteufelswild und hätte, wenn es möglich gewesen wäre, jeden Kontakt verboten. Ihr Vater wollte damit seiner Exfrau wohl eins auswischen, doch es machte auch einen ungewollten Eindruck auf uns Heranwachsende. Bei jeder unserer Übernachtungen schweiften unsere Gespräche zu der nackten Frau im angrenzenden Schlafzimmer ab. Dank dem Internet und stundenlanger nächtlicher Recherchen sogen wir jede Information über Sklaverei auf, die wir finden konnten. Und das waren eine Menge. Wie man mit Sklaven umging, wie man selbst eine Sklavin wurde, was eine Sklavin normalerweise für Kleidung trug, wie sie sich zu verhalten hatte. Es fühlte sich verboten an, war spannend und, wie wir schnell herausfanden, gab uns einen ungewöhnlichen Kick. Und als endlich unsere 18. Geburtstage vorbei waren, hatten wir natürlich den vollen Durchblick. Zumindest laut unserer eigenen Meinung. Und so hatten wir den dümmsten Gedanken unseres Lebens, um uns zu beweisen:
    
    Ich war damals schon lange in Leni's Vater verknallt. Offensichtlich ging es Nette ebenso. Und Leni ist eh für jede Dummheit zu haben. Damals wie heute. Und so wurde ihr Vater eines Abends nicht von seinem liebsten Ehefrau-Ersatz begrüßt, sondern von drei frühreifen 18-Jährigen, die nur in durchsichtigen Tuniken und Halsbändern vor der Tür knieten. Es kam natürlich, wie es kommen musste. Anstelle irgendwelcher geheimen Fantasien erfüllen zu bekommen, legte er eine nach der anderen übers Knie und verdrosch unsere ...
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