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Die Geburt der Odaliske
Datum: 27.07.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,
... erinnerten uns an die Worte unserer Mademoiselle Adele, dass die Sklavenhändler Geschäftsleute waren und keine Wohltäter. Ach, dass unsere Mademoiselle Adele noch hier wäre. Sie hätte uns noch so vieles sagen können! Das Schiff legte an und unsere Seereise endete. Wie wir auf das Schiff gelangten, so wurden wir vom Schiff und dann durch die Straßen der großen Stadt geführt. Leider konnte ich nichts davon sehen. Unsere Reise endete in einem größeren Raum mit vielen Liegen und kleinen Tischchen. Uns wurden die Kittel abgenommen und wir standen wieder nackt da. Es waren einige Männer da. Ihre hohen Stimmen sagten uns, dass sie Eunuchen waren. Soweit waren wir, durch unseren Unterricht, informiert. Einer richtete das Wort an uns: „Sklavinnen, ähm, Krankenpflegerinnen, ihr seid nicht von der Jungfernprobe befreit. Da ihr gebildet seid, wisst ihr was das bedeutet. Ihr legt euch auf diese Bank und einer von uns untersucht euch. Alles wie in der Krankenpflege. Ich erwarte eure Mitarbeit." Unsere Mitarbeit! Mir war gar nicht Wohl dabei. Wieder wollte eine lähmende Angst in mir aufsteigen. Doch was er sagte, das konnte ich auch etwas nachvollziehen. Es war eine medizinische Untersuchung. Und Eunuchen konnten mir eh nicht gefährlich werden. Nicht hier. Eher wenn sie ihre Peitschen an mir ausprobieren würden. Eine Mischung aus Vernunft und Furcht ließ mich auf die Bank legen und meine Beine spreizen. Bei uns allen wurde die Jungfrauenschaft festgestellt. Nach dem Abendessen ...
... wurden uns befohlen uns auf die Liegen zu legen, wo unsere Hände so fest gemacht wurden, dass wir unseren Körper nicht mehr erreichen konnten. Das war keine geeignete Handlungsweise meine Angst zu verringern. Ich hörte einiges an Schnauben und Schluchzen. So ließ ich meinen Tränen freien Lauf. Irgendwann muss ich eingeschlafen sein. Wieder träumte ich von dem Bären. Ich stand da, in einem weißen Kleid, doch mit entblößten Brüsten. Der Bär stand hinter mir, direkt hinter mir und ich schmiegte mich in sein weiches Fell. Er legte seine Tatzen schützend um mich. „Ich bin bei dir! Ich bin dein Beschützer!" Am anderen Morgen, noch vor dem Frühstück, kam die Botschaft: „Heute ist euer Tag, heute werdet ihr verkauft." Das hörte sich erschreckend an! Verkauft wie ein Stück Vieh! Wieder fühlte ich eine Enge im Hals. Ich brauchte jetzt die Erinnerung an meinen Traum mit dem Bären. Ich schloss die Augen und meinte seinen Pelz zu fühlen. Trotzdem konnte ich kaum etwas essen. Wie sollte das gehen, mit dem Verkauft werden? Würde ich den Käufern nackt in den Rachen geworfen werden? Wir wurden nach dem Essen in ein Bad geführt wo wir, ja, diesmal wir Krankenpflegerinnen, gewaschen wurden. Das war doch unser Fachgebiet. Natürlich wurden wir auch rasiert und mit Ölen massiert. Das würde darauf deuten, dass es uns nicht erspart bleiben würde, nackt versteigert zu werden. Die Haare wurden uns gepflegt, gekämmt und dann hochgesteckt. Nackt und mit gepflegtem Körper wurden wir an unseren ...