1. Die Geburt der Odaliske


    Datum: 27.07.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... Halsbändern aus dem Bad in eine Halle mit vielen Ringen an der Wand geführt. Dort gab es endlich Kleider für uns, zwar keine europäische Bekleidung, aber doch eine Bedeckung. Wir brauchten etwas Hilfe, dass wir mit der ungewohnten Kleidung zurecht kamen. Wieder hatte ich das seltsame Gefühl, Stoff auf der Haut zu fühlen. Unsere Brüste und Scham waren bedeckt. Der Rest war gut sichtbar. Zuletzt wurden unsere Hände mit Seilen auf den Rücken gebunden. Nun standen wir da, mit unseren Kettchen an die Wand angebunden und warteten auf unser Schicksal.
    
    Wie viele Mädchen standen hier schon vor mir an diesen Ring gekettet und darauf wartend wer sie kaufen und dann Gewalt antun würde. Ich wollte nicht daran denken. Ich dachte an meine Ausbildung, dass ich nicht als Beischläferin verkauft werden würde sondern als Krankenpflegerin. Ich würde dem Haremsbesitzer vielleicht gar nicht auffallen. Lieber als graue Maus leben als von dem Haremsscheich Gewalt erfahren zu müssen.
    
    Ein Mann löste meine Kette von der Wand: „Komm mit, kleine Pflegerin. Schade, dass wir dich nicht fürs Bett verkaufen. Du hättest so manchen der Männer um den Verstand gebracht." Mit diesen Worten führte er mich hinaus und dann durch eine Lücke des Vorhangs auf eine Bühne.
    
    Ein mir unbekannter Mann nahm meine Kette in Empfang und führte mich nach vorne an die Bühne. Ein Sprecher verkündigte meinen Namen und betonte meine guten Leistungen in der Krankenpflege. Ich bekam davon wenig mit, denn der Mann an meiner ...
    ... Führkette drückte zunächst mein Gesicht nach oben, dass das Publikum mich ansehen konnte. Dann zog er an meiner Kurzbluse so dass meine Brüste mehr als nur zu ahnen waren.
    
    Das Bieten begann. Zwei Männer lieferten sich einen Bieterwettstreit um mich. Ihre Stimmlage verrieten sie als Eunuchen. Der Sprecher betonte immer wieder meine Leistungen in meiner Ausbildung, während der andere immer wieder versuchte meinen Körper zu betonen. Endlich hörte ich einen Schlag auf ein Holz und ich war verkauft. Im Weggeführt werden konnte ich den Namen meines künftigen Herrn aufschnappen: Idris Eset. Idris, das konnte ich ableiten von lernen, studieren. Eset, das klang ähnlich wie das Asad, was Löwe bedeutet.
    
    Mit diesen Gedanken fand ich mich in einer weiteren Halle wieder. Als mein Führer mich verließ, hockte ich in einem kleinen Käfig. Ich konnte nur hocken, zum Stehen fehlte es dem Käfig an Höhe, zum Liegen an Weite. Immer mehr Mädchen wurden hier hereingeführt und so verwahrt wie ich. Da ich noch immer gebundene Hände hatte konnte ich Katja nicht einmal zuwinken. Ich rief noch einmal ihren Namen, bevor einer der Aufseher Ruhe gebot. Ich konnte aber sehen, wie sie mir zunickte, als sie unweit meines Käfigs vorbeigeführt wurde, um in ihren eigenen Käfig gesteckt zu werden. Das letzte Mal, als ich sie sah, wurde sie aus ihrem Käfig geholt und ihrem Eunuchen übergeben. Leise wünschte ich ihr alles Gute.
    
    Der Eunuch, der mich gekauft hatte, ließ sich Zeit, denn nur noch ich saß im Käfig, ...
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