-
Die Geburt der Odaliske
Datum: 27.07.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,
... auch ein kleiner Herd da mit einigen Wasserkesseln. Mir dämmerte es, dass dies das Krankenzimmer sein könnte. „Hier, in dieser Truhe, sind Kleider, die du anziehen kannst. Ich muss mich erst noch daran gewöhnen, dass es hier nun angezogene Frauen gibt. Das ist doch absolut unnatürlich. Ich habe eine der Frauen hier beauftragt, dass sie dich zum Essen bringt, wenn es Zeit ist. Ich hoffe du verirrst dich nicht. Ich muss jetzt abrechnen, was ich für dich ausgegeben habe und muss nachfragen welche der Frauen sich unser Herr für die Nacht herausgesucht hat. Richte dich hier ein. Da hinten, auf der Liege, da kannst du schlafen." Mit diesen Worten war er schon gegangen. Ich hatte ja kein Gepäck und somit auch nichts zu verstauen. Ich schaute aber nach, welche Kleidung ich hier tragen sollte. Es waren Hosen mit einem tiefen Schritt, wie sie der Eunuch auch trug. Für meinen Oberkörper fand ich kurze Hemden und darüber kurze Westen und einen hohen Hut. Einer der Eunuchen musste wohl etwas von seiner Kleidung für mich abgetreten haben. In den anderen Truhen fand ich Bettwäsche und andere Dinge, welche für die Krankenpflege wichtig sein könnten. Während ich noch alles ansah und auch etwas umschichtete, öffnete sich die Tür und eine Frau trat ein. Sie war, wie ich das nun erwartet hatte, nackt, bis auf ein Tuch, welches sie um ihre Stirn gebunden hatte. Ihre Haut hatte einen deutlichen Braunton, welcher nicht nur von dem Sonneneinfluss stammen konnte. Sie hatte keine großen Brüste, ...
... welche noch keine Anzeichen machten, sich Richtung Boden zu neigen. Eine kleine Hautirritation sagte mir, dass sie mindestens eine Schwangerschaft hinter sich haben musste. „Hallo, ich bin Abischag. Du musst die Krankenpflegerin sein", fragte sie mich freundlich. „Ja, ich bin die Aljana. Ich bin gerade hier angekommen, nach dem ich heute verkauft wurde." Ich gab ihr die Hand und spürte ihren festen Handdruck. „Komm mit, es gibt essen. Auf dem Weg kannst du mich alles fragen was du wissen willst." Der Weg war nicht weit und ich hörte wieder die Frauen reden. In dem Raum, der Kantine, saßen ungefähr 30 Frauen zusammen und aßen. Doch das waren nicht alle Bettsklavinnen, die Köchinnen und deren Helferinnen aßen auch mit. Doch ich war die einzige der Frauen die Kleidung anhatte. Inzwischen war ich an den Anblick von nackten Frauen gewöhnt, dass mich dies nicht mehr berührte. Ich war sehr froh über meinen Türkisch Unterricht, so dass ich mich doch unterhalten konnte. Nach dem Essen ging ich wieder in mein Krankenzimmer. Wie ich erfahren habe, gab es hier einen Komplex von Gebäuden mit Harems und dieses Krankenzimmer sollte für alle diese Frauen sein. Es würde mir also nicht an Arbeit fehlen. Ich wollte mich nicht langweilen und zu viel über mein Geschick nachdenken. Am anderen Morgen kam Abischag in mein Zimmer und berichtete, dass ich gebraucht werde. Einer der Frauen hier sei ganz heiß an der Stirn und sie schwitze stark. Ich nahm eine Schüssel und Tücher mit und ...