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Die Geburt der Odaliske
Datum: 27.07.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,
... Jungfrau, so arm wie wir sind, wollte keiner mit uns ähm." „Das heißt nicht ähm, das heißt mit uns den Beischlaf vollziehen wollte. Aber ich kann euch gut verstehen. Ich war ja früher eine Nonne, eine französische Nonne des Heiligen Vinzenz." „Und wie bist du dann hierhergekommen. Das ist nicht der Ort, wo ich eine Nonne erwarten würde. Wir sind nackt und du bist auch nicht gerade wie eine Nonne angezogen." „Das stimmt, Nonnen tragen kein Halsband und zeigen auch nicht so viel Haut wie ich. Nun, ich wurde geraubt, ähnlich wie ihr geraubt wurdet. Ich wurde dann zur Odaliske, Bettsklavin abgerichtet und versteigert. Ich habe es nicht ganz schlecht getroffen. Mein Herr war gut zu mir. Ja er hat den Beischlaf mit mir erzwungen, obwohl, so viel musste er nicht zwingen. Ich habe ihm einen Sohn und zwei Töchter geboren. Als er zu alt wurde für so viele Frauen und er sich keine Kollektion von Frauen zum Anschauen leisten wollte, da erinnerte er sich an meine Ausbildung als Nonne der barmherzigen Schwestern in der Krankenpflege. Kurz gesagt: Er hat mich hier her verkauft, dass ich mein Wissen weitergeben kann." „Ähm, wie? Wir sollen Krankenpflegerinnen werden? Haben wir das alles erleiden müssen, dass wir zu Krankenpflegerinnen ausgebildet werden?" „Da stehen, wie überall Geldüberlegungen dahinter. Mädchen, die sich nicht freiwillig ausziehen, werden normaler Weise gezwungen und durch Schmerzen so gebrochen, dass sie lernen, vieles mit ihnen geschehen zu lassen und ...
... trotzdem den Funken des Widerstandes zu erhalten. Das wird in den teuren Bordellen in Istanbul geschätzt. Doch wie soll man in euch beiden Täubchen einen Funken des Widerstands einhauchen. Das geht nicht. Solche Täubchen wurden früher immer an Vorstadtbordelle verhökert und dafür ganz wenig Geld eingenommen." „Was ist dann mit solchen Unglücklichen geworden?" „Nun, die sind wohl nach wenigen Jahren zu nichts mehr zu Gebrauchen und sind wahrscheinlich an Schwindsucht oder Syphilis gestorben. Doch das soll ja euch nicht geschehen. Ihr müsst wissen, dass bei den Türken und im Orient die Eunuchen knapp werden. Ihre Armeen nehmen einfach zu wenige Jungen ein. Davon müssen sie ihre Janitscharen Truppen auffüllen. Der Rest würde als Eunuchen gebraucht werden. Aber für eine geglückte Operation sterben zwei Knaben. Also müssen Frauen die Aufgaben der Eunuchen übernehmen. Eine davon ist die Krankenpflege. Und da komme ich und ihr ins Spiel. Ihr werdet nun nicht verramscht, sondern ihr werdet zu Spezialistinnen ausgebildet, für die die Herren Haremsbesitzer einiges an Geld springen lassen müssen. Also, alles Gewinnstreben. Diese Männer sind Händler und keine Wohltäter, vergesst das nicht!" „Werden wir dann hierbleiben, um hier das mit der Pflege zu erlernen?" „Nein, ihr werdet durch Gänge in ein Nachbargebäude gebracht werden. Aus den anderen Häusern werden auch die Täubchen gebracht und ihr werdet gemeinsam Krankenpflege lernen. Doch erst morgen. Ihr werdet dann zu mir gebracht ...