1. Vorurteile


    Datum: 08.09.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... wir nur Spaß miteinander haben, so lange, bis sich was Besseres findet. Ich hatte ein Gummi nicht richtig aufgezogen, keine Ahnung wieso, aber solche Sachen passieren. Als ich meinen Schwanz herauszog, blieb das Ding drinnen. Wir hatten eine Menge Spaß es herauszubekommen, aber das Lachen sollte uns schnell vergehen. Rhianna war schwanger und wir heirateten. Wir gingen sehr respektvoll miteinander um und ich denke, das war der Erfolg unserer Ehe. Es gab kaum Streit, erst recht keinen Hass, wie das häufig nach dem ersten Liebesrausch passiert. Wir waren zusammen sexuell sehr aktiv und brauchten uns gegenseitig nicht zu beklagen."
    
    "Woran ist sie gestorben?"
    
    "Krebs."
    
    "Was ist mit deinem Kind?"
    
    "Robert? Der ist inzwischen selbst verheiratet. Anfang nächsten Jahres werde ich Opa."
    
    "Oh. Dann hätte ich ja Aussichten, Oma zu werden."
    
    "Vielleicht", grinste ich und nahm ihre Hand. "Du bist dran. Ich war ehrlich zu dir. Jetzt erzähle mir dein geilstes Erlebnis."
    
    Und das tat sie. Zunächst schaute sie sich um, ob uns jemand hören konnte, doch aller Wahrscheinlichkeit nach war dem nicht so.
    
    "Du warst sehr offen und ich kann mir denken warum. Ich werde ebenfalls offen reden. Mein geilster Abend ähnelt in einigen Punkten deinem Erlebnis. Ich hatte damals in der Modebranche gearbeitet. Eine kleine Klitsche nur, zehn Frauen und vier Männer. Alle schwul, wie wir dachten, denn heterosexuelle Kerle in der Modebranche galten als genauso unvorstellbar wie ein ...
    ... heterosexueller Friseur. Die damals üblichen Vorurteile halt. Wir hatten uns einen tollen Auftrag an Land gezogen und gedachten ihn bei einem kleinen Kostümfest zu feiern. Motto: Mode im Laufe der Jahrhunderte. Genauer gesagt war ausschließlich frivole Mode gemeint. Vom einfachen Lendenschurz bis zur freien Brust, also diese halb gewickelte Tunika. Du weißt schon, was ich meine, die, wo eine Titte rausguckt und die andere bedeckt ist.
    
    Jetzt muss ich noch erwähnen, dass es für uns nichts Besonderes war, uns halbnackt zu zeigen. Wir mussten uns zigmal am Tag umziehen und in der Regel halfen uns die Männer dabei. Schließlich waren sie es, die den Sitz überprüfen mussten und wissen wollten, wo sie noch Korrekturen anzubringen hatten. Meistens trugen die Mädels nur ihren Slip, Büstenhalter störten bei den Anproben nur. Wir waren es gewohnt, dass sie an uns herumzupften und dachten dabei nicht im Entferntesten an Sex.
    
    Na ja, wenn ich heute so daran zurückdenke - wir hätten es merken müssen. Vielleicht wollten wir es auch nicht wahrhaben. Aber im Laufe der Zusammenarbeit wurde alles etwas intimer, du verstehst? Eine Hand da, wo sie nicht hingehörte, ein dummer Spruch und noch einer. Es lag mehr Erotik in der Luft, als wir dachten. Vielleicht waren wir auch einfach zu naiv. Oder auch nur ich, wer weiß?
    
    Wir hatten das Hinterzimmer einer Kneipe gemietet, feierten da also stillvergnügt vor uns hin, machten unsere Witzchen für die du heutzutage an den Pranger gestellt wirst. Von wegen ...
«12...456...12»