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Erziehung zur Dienstbarkeit
Datum: 04.01.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... gestellt. Doch die letzten Sonnenstrahlen des kalten, klaren Novembertages, die durch die kleinen Fenster des Empfangszimmers fielen, stimmten ihn um. Als sie das Gebäude verließen und den Weg in den Schlosspark einschlugen, fühlte er sich wie befreit. An der frischen Luft verblassten die Erinnerungen an die letzten Stunde wie ein seltsamer, beschämender und doch erregender Traum. So drehte sich ihr Gespräch, das sich nach einer Weile entspann, um andere Dinge. Georg erzählte von seinem Einstand in der Schule in den vergangenen Wochen und er merkte, wie Mary sichtlich erleichtert zur Kenntnis nahm, dass er den Schritt in sein neues Leben nicht bereute. Im Gegenzug weihte sie ihn in den Schulklatsch ein: die sexualwissenschaftliche Fehde Schwester Gerdas mit ihrem Bruder, das allgemeine Erstaunen über die Zwillingsgeburt von Frau Prof. Deutschmann, der Gattin eines Honorarlehrers aus der Stadt, den nächsten Faschingsball im Schloss... Sie lachten viel und Georg fühlte, wie die Vertrautheit vom Anfang ihrer Bekanntschaft schnell zurückkehrte. Sie waren schon einen Weile durch den Schlosspark gewandert, als Mary abrupt in einen Durchlass zwischen zwei Hecken abbog mit den Worten sie müsse ihm etwas zeigen. Er folgte ihr, nur um erneut vor einer Hecke zu stehen, so dass er sich für links oder rechts entscheiden musste. Mary rief seinen Namen, war aber nicht zu sehen. Das verwelkte Laub, das noch an den Buchenhecken hing, nahm ihm jegliche Sicht. Er entschied sich für ...
... links, ging einige Meter, wo er einen neuen Durchgang fand und so erneut vor derselben Entscheidung stand. Er rief Marys Namen und versuchte, die Richtung einzuschlagen, aus der er die Antwort hörte. Aber mit jeder Abzweigung, mit jedem neuen Durchgang und jeder Richtungswahl verirrte er sich mehr im Heckenlabyrinth des Schlossparks. Mit einem Mal war alles still und nur noch der Wind im dürren Laub war zu hören. Georg scheute sich, laut zu rufen. Mittlerweile war es dämmrig geworden und er fragte sich, wie er den Weg nach draußen finden sollte. Da sah er aus dem Augenwinkel einen Schatten, der um eine Ecke huschte... eine Katze, nein, eher ein Hund. Er lugte vorsichtig um die Ecke und sah, wie sich ein Fuchs in gemächlichem Trab entfernte. Da hielt das Tier kurz inne, schaute ihn über die Schulter an und verschwand mit einem Satz durch die Hecke. Georg eilte hinterher und fand den Durchgang, durch den der Fuchs passiert sein musste. Er betrat einem rechteckigen Platz, in dessen Mitte sich ein in Stein gefasstes Wasserbecken befand. Am Rand stand eine einzelne kahle Trauerweide. Das Wasser war kalt und dunkel und ein leichter Dunst stieg von ihm auf, was dem Ort eine gespenstische Atmosphäre verlieh. „Im Sommer ist es hier ganz anders, fröhlich und ausgelassen. Wir baden hier manchmal," sprach Mary leise, die von hinten an ihn getreten war. Georg war zusammengefahren, beruhigte sich aber, als er ihre warme Hand auf seiner Schulter spürte. Ohne sich umzudrehen, ...