1. Erziehung zur Dienstbarkeit


    Datum: 04.01.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... sinnierte die Direktorin halblaut. „Insbesondere hege ich meine Zweifel, ob unsere Maria den hierarchischen Aspekt der Dienstbarkeit vermitteln konnte. Ich war schon immer skeptisch wegen ihres demokratischen Ansatzes."
    
    „Ach Katharina, so lass das die jungen Leute doch unter sich ausmachen", fiel ihr die Gräfin ins Wort.
    
    „Nun gut... aber eine kleine Demonstration von Herrn Herwigs Diensteifer wäre doch angebracht", gab sich die Direktorin immer noch nicht geschlagen. Sie drehte sich halb nach rechts und stellte ihren Fuß auf die Kante von Georgs Stuhl. Dabei kam unter ihrem Rock aus himmelblauer Seide ihr Unterschenkel zum Vorschein, der in einem feinen weißen Stumpf steckte.
    
    „Ich glaube mein Strumpfband hat sich schon wieder gelockert. Ach, wie sollen wir Frauenzimmer das bloß selbst richten, so eingeschnürt wie wir sind?", sagte sie zuckersüß.
    
    Es war deutlich zu hören, wie Mary scharf einatmete und Georg konnte sehen, wie sich eine Zornesfalte auf der Stirn zwischen ihren Augenbrauen einfurchte. Er wusste, dass ihr Verhältnis zu ihrer Herrin nicht einfach war, und hier bahnte sich ein offener Eklat an, den es unbedingt zu verhindern galt.
    
    Entschlossen sprang Georg auf, wobei sein Stuhl geräuschvoll umfiel. Sah es zuerst so aus, als weiche er vor den Avancen der Direktorin zurück, überraschte er alle damit, dass er ein paar Schritte weiter in Richtung der Tür des Speisesaals hastete. Dort war einen Moment zuvor von allen unbemerkt und unsichtbar der Diener ...
    ... mit dem Kaffee eingetreten. Georg riss dem verdutzten Mann das Silbertablett aus den Händen und trug es selbst zum Tisch.
    
    „Liebe Frau Gräfin, lassen Sie mich servieren als Zeichen meiner persönlichen Willfährigkeit und meines Dankes, dass Sie meiner beruflichen Zukunft eine so glückliche Wendung verliehen haben. Betrachten Sie mich immer als Ihren ergebensten und gehorsamsten Diener."
    
    Georg verbeugte sich und begann dann reihum den Kaffee einzuschenken, der hier im Schloss auf dieselbe Art bereitet wurde wie in der Schule. Sichtlich gerührt griff die Gräfin nach ihrer Perlenkette und kommentierte anerkennend Georgs Geschicklichkeit.
    
    „Liebe Frau Direktorin, auch der Schule möchte ich mit all meinen wissenschaftlichen und pädagogischen Fähigkeiten dienen. Ich werde von Ihrer kollegialen Leitung sicher noch oft profitieren."
    
    Ob des geschickten Ablenkungsmanövers blieb der Direktorin nichts übrig, als zu nicken und sich für den Moment mit dem Kaffee zufrieden zu geben.
    
    „Und zum Schluss meiner liebsten Lehrerin, die mir das Dienen auf so schmackhafte Weise näher gebracht hat."
    
    Mary, die grade noch kurz vor einen Wutausbruch gestanden hatte, brachte nur ein hysterisches Kichern heraus. Dann tranken alle schweigend ihren Kaffee, bis Mary sich wieder gefangen hatte und zum Aufbruch drängte, da ja nun alles geklärt sei.
    
    Die Gräfin, die aussah, als sei sie sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends, ermahnte Mary, das versprochene Geschenk nicht zu vergessen, worauf ...
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