1. Erziehung zur Dienstbarkeit


    Datum: 04.01.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... sich einen dumpfen Aufschlag hörte. Er fuhr zusammen und ein großer Schwall brachte das Tässchen zum überlaufen. Noch im Umdrehen hörte er den zweiten Aufschlag.
    
    Auf dem Tisch lagen zwei Kohlköpfe. Die Küchenmagd, die unbemerkt hereingekommen war, hatte sie dort unsanft platziert.
    
    „Mein erstes Mal war süüüß", gurrte sie und schaukelte zu Georg an den Herd. „Mal sehen, ob man das von deinem auch sagen kann."
    
    Sie schnappte sich die Tasse und nahm vorsichtig einen kleinen Schluck und noch einen. Ein Lächeln verbreitete sie auf ihrem runden Gesicht und sie drehte ihre kleinen, lustigen Augen theatralisch gen Himmel. Dann gab sie die Tasse weiter an Jannis.
    
    „Schon ganz gut. Was meinst du, Papa?"
    
    „Danke, mein Täubchen", erwiderte Jannis warm lächelnd und nahm auch einen Schluck. „Für 's erste Mal schon ganz passabel. Aber wenn du ihn gleich Maria servierst", fuhr er an Georg gewandt fort, „dann achte darauf, dass du ihr ein paar Bläschen mit in die Tasse zauberst. Das bringt Glück."
    
    „Ist das etwa Mariechens Augenstern? Sieh an, und ich dachte, er wäre ein studierter Herr und kein gemeiner Küchenbursche. So prahlerisch kenne ich meine liebe Freundin gar nicht", rief die Magd erstaunt aus, indem sie Georg genauer betrachtete.
    
    „Ist schon richtig", antwortete Jannis, „Herr Herwig ist der neue Lehrer für Naturkunde. Aber heute ist er nur George. Maria will, dass er etwas lernt und ich werde dafür Sorge tragen, dass nichts dazwischen kommt."
    
    „Am besten hütest ...
    ... du dich vor meiner Tochter", sagte er dann zu Georg. „Tine ist eine rechte Kätzin. Vorne leckt sie, hinten kratzt sie! Sie wird Maria bestimmt alles aufs genaueste weitererzählen, was hier geschieht."
    
    Tine lachte und erwiderte: „Was soll er denn schon von dir lernen, Papa. Etwa kochen?" Dann trat sie von der Seite einen Schritt an Georg heran und drückte ihn sanft mit ihren ausladenden Hüften an den Herd. Dabei lächelte sie zuckersüß und blickte ihn von unten mit ihren dunklen Augen an.
    
    „Also von mir könnte er etwas viel Nützlicheres lernen. Marias Schaden wär 's nicht." Sie befeuchtete kurz den Zeigefinger, steckte ihn dann in die Zuckerdose, um ihn genüsslich abzulecken. Damit kehrte sie kichernd und mit schwingendem Hintern zu ihren Kohlköpfen an den Tisch zurück und ließ Georg erstarrt gegen den Herd gedrückt stehen. „Siehst du, was ich meine", brummte Jannis. „Und jetzt zurück an die Arbeit."
    
    Georg machte sich daran, einen zweiten Kaffee nach der gelernten Methode zuzubereiten. Allerdings konnte er sich dieses Mal nicht voll auf den Zauber der chemischen Verwandlung in seiner Kaffeekanne einlassen. Denn wenn er den Kopf zur Seite drehte, konnte er aus sicherer Entfernung Tine beobachten, die am Tisch saß und den Kohl putzte.
    
    Die Ähnlichkeit mit ihrem Vater erhellte sich erst auf den zweiten Blick. Wo Jannis schmal und drahtig war, war Tine drall und saftig. Aber beide hatten denselben dunklen Teint, dieselben braunen Augen und die schwarzen Locken, die unter ...
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